[Federlesen] Challenges. Stressige Wettbewerbe oder Hilfe zur Horizonterweiterung?

Das neue Jahr ist noch ganz frisch und schon in den Tagen nach Weihnachten häuften sich die Jahresrück- und Ausblicke, Vorsätze wurden gefasst und vor allem: neue Challenges vorgestellt.
Dem Cafehaussitzer kräuseln sich da die Fußnägel:

Und ein bisschen hat er vielleicht auch Recht. Trotzdem können Challenges so viel mehr sein als ein reiner Schwanzvergl… ein reines Barometer wer die größte, schnellste, beste, belesenste Leseratte ist.

Der Druck zu lesen, egal was

Manche Challenges sind, je nachdem wie man sie angeht, purer Druck. Das beste Beispiel ist die Jahreschallenge von Goodreads, bei der man eingeben kann, wie viele Bücher man in dem Jahr lesen möchte. Man kann die Zahl immer wieder anpassen, nach oben oder nach unten, trotzdem baut genau diese Challenge den meisten Druck auf. Zum einen, weil nahezu jeder mitmacht und man sich permanent vergleichen kann. Zum anderen, weil der Algorithmus berechnet, wie viele Bücher man im Rückstand oder Vorsprung ist. Gerade der Rückstand treibt dann doch einigen die Schweißperlen auf die Stirn. Zumal man für ein dickes Buch naturgemäß länger braucht als für ein schmales. Wer sich mit anderen in der Anzahl der gelesenen Bücher messen will, ist mit dicken Büchern also klar im Nachteil, je nach Lesegeschwindigkeit.
Was dagegen hilft? Den Wettbewerbsgedanken weglassen. Ich setze mir jedes Jahr das Ziel von 50 Büchern. Ich weiß ziemlich genau, dass ich das ohne mit der Wimper zu zucken schaffe, aber ich passe die Challenge lieber meinen Leselaunen an als anders herum. Mir ist es auch egal, wieviele Seiten ich lese, denn auch diese Anzahl sagt wenig über die Qualität des Buches aus. Ein Beispiel? Twilight. Breaking Dawn hat auf Englisch 720 Seiten. Ist das ein Mensch? von Primo Levi 165. Deutlich weniger, aber meiner Meinung nach umso mehr Inhalt. Und Inhalt lässt sich nicht messen. Allein deswegen sind Challenges, die nur auf die Anzahl von Seiten oder Büchern abzielen, nicht wirklich geeignet für irgendwelche literarischen Messungen.

Challenges, die einen wirklich herausfordern

Challenge bedeutet übersetzt sowas wie Herausforderung, und es gibt Challenges, die den eigenen (Lese-)Horizont erweitern können, sofern man sich drauf einlässt.
Meine Lieblingschallenge ist Around the Year in 52 books, die jedes Jahr auf Goodreads stattfindet. Die einzelnen Kategorien werden von den Gruppenmitgliedern vorgeschlagen und abgestimmt. Manchmal sind die Kategorien leicht mit den eigenen präferierten Genres vereinbar, denn einen Titel ohne den Buchstaben F findet man relativ schnell im Regal. Aber andere Kategorien wie a book about a famous historical figure, a banned book, oder a book set in or written by an author of the southern hemisphere sind tlw. doch etwas schwieriger. Wenn man diese Aufgaben erfüllen will, muss man eben doch mal recherchieren. Gerade Kategorien wie an author of the southern hemisphere oder an own voices book schubsen die Teilnehmer*innen immer wieder raus aus ihren ansonsten recht weiß-lastigen Autorenkreisen.
Ich erfülle nie alle Kategorien, denn Zeitreisen z.B., eine Kategorie aus 2017, fand ich schon immer eher öde. Trotzdem macht es Spaß, nicht nur die bisherigen Schätze zu durchforsten auf der Suche nach einem Buch, das zu einer Kategorie passt, sondern eben auch mal zu recherchieren und ein Buch oder eine Autorin zur Hand zu nehmen, die einem sonst vielleicht entgangen wäre.

SuB-Challenges, das Graben nach Schätzen im heimischen Bücherregal

SuB Challenges sind, wie der Name schon sagt, dazu da, den bisherigen Stapel ungelesener Bücher zu reduzieren. Meistens, und deswegen sind diese Challenges nicht unbedingt was für mich, geht damit ein Buchkaufverbot einher. Was ich davon halte habe ich im November bereits geschrieben. Ein Buchkaufverbot übt auch Druck aus, denn man kann sich nicht die lang ersehnte Neuerscheinung kaufen, sondern „muss“ artig warten, bis die Challenge rum ist.
Kerstin und Janna haben sich aber was feines ausgedacht: eine SuB-Challenge, die ohne dieses unsägliche Buchkaufverbot auskommt, das Bücherwürmer sowieso immer wieder umgehen. Wie das geht? Nun, es zählen für diese Challenge eben nur jene Bücher, die vor dem 01.01.2018 auf dem SuB gelandet sind. Die Challenge fordert also eher dazu auf, sich mal wieder intensiver den bereits vorhandenen Schätzen zu widmen. Das ist eine schöne Idee, und manche Leute brauchen eben eine kleine Challenge, um da ein bisschen reinzukommen.
Wer sich das genauer angucken will, schaut einmal fix bei den zwei Ladies rum: Subventur-Challenge

Lesemarathon, Stress mit Ankündigung

Marathon klingt an sich ja schon anstrengend. Bei dem Wort Lesemarathon fangen meine Augen schon an zu brennen, bevor ich das Buch überhaupt aufgeschlagen habe. Meistens geht so ein Marathon über ein Wochenende, und bei den Stapeln, den sich manche vorgenommen haben, wird mir regelmäßig schwindelig. Ich mag da die ruhigeren Lesenächte lieber. Zwar liest auch bei dem Marathon jeder in seinem Tempo, aber ein gewisser Wettbewerb spielt ja schon alleine durch das Wort mit rein. Und das ist der Punkt, an dem ich Uwe Recht gebe. Seit wann ist Lesen ein Wettbewerb? Jetzt werden viele schreien „Aber es macht SO. VIEL. SPASS !!1!!111!“ Und wie oft twittert ihr während des Marathons, dass ihr hinterherhinkt, euch dafür scheltet mit der Familie gegessen zu haben, ihr frustriert seid, weil es nicht so läuft wie geplant oder erhofft?
Ich bleibe bei den Lesenächten oder auch Wochenenden, bei denen jeder am Anfang seinen Stapel Süßigkeiten zeigt anstatt eines völlig unrealistischen Ziels. Wenn man in der Lesenacht dann doch mehr als ein Buch schafft: schön. Aber der Druck ist von Anfang an weg, weil es eher um das gemeinsame Lesen geht als um das gegenseitige Übertrumpfen.

Am Ende muss jede*r für sich wissen, ob er oder sie die Challenges als Wettkampf oder doch nur persönliche Herausforderung sieht, und auch, mit welchen Erwartungen er/sie das Ganze angeht. Möglichst viele Bücher lesen? Möglichst viele Seiten? Viel Inhalt? Viele Ausflüge in die Gefilde außerhalb der eigenen Blase? Mir würde dieser permanente Wettbewerbsgedanke den Spaß am Lesen nehmen, denn Lesen soll mich eben von anderen Wettbewerben (Job, Examen, Alltagsfronten) abholen und mir beim Erholen helfen. Was soll das außerdem bringen? Jede*r hat ein anderes Leben mit unterschiedlich viel Zeit, unterschiedlichen Prioritäten und vor allem unterschiedlichen Lesegeschwindigkeiten. Dabei ist es doch egal, ob man ein Buch in fünf Stunden (I look at you, Bookpacman!) oder in fünf Wochen liest.
Ich schlage inzwischen immer den gemütlichen Weg ein als mir so einen Stress zu machen. Ich bin einfach zu alt für diesen Scheiß!

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26 Gedanken zu “[Federlesen] Challenges. Stressige Wettbewerbe oder Hilfe zur Horizonterweiterung?

  1. Ein schöner, kritischer Beitrag zu den ganzen Challenges.
    Ich nehme zwar dieses Jahr auch wieder an drei Teil, setze mich da aber nicht unter Druck. Die eine dient tatsächlich der Horizonterweiterung, eine (vorwiegend) dem SuB-Abbau und eine ist für mich einfach nur zum Spaß und Kontakte knüpfen.
    Diese Goodreads Reading Challenge kannte ich bisher gar nicht und daran würde ich auch nicht teilnehmen. Die hat mich ja bereits beim Durchlesen gestresst, wobei die 52 Bücher Challenge schon witzig klingt, aber für mich wohl auch nichts wäre.
    Letztendlich finde ich es gut, dass es genug Challenges gibt, bei denen sich jeder etwas aussuchen kann, was zu ihm passt. Möchte sich jemand anspornen lassen und braucht dieses Wettkampf-Feeling, okay. Möchte jemand neue Genres entdecken und über den Tellerrand blicken, fein. Es werden ja zum Glück viele Vorlieben abgedeckt.
    Liebst,
    Rika

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  2. Das klingt sehr gut! Ich mag Leseabende auf Twitter, aber nicht um zu lesen, was das Zeug hält, sondern um sich mit anderen auszutauschen. Ja und auch mit den Challenges ist das alles so eine Sache. Ich mach mit, stress mich aber nicht…. Nur die Hälfte geschafft? Egal! Ich lese nur auf das, worauf ich Lust habe. Beim SuBabc mach ich auch mit – erstens kein Buchkaufverbot! Jeah! Das punktet. Und zweitens ein überschaubarer Zeitrahmen. Denn meistens ist es doch so bei mir, dass sich aufgrund vieler Dinge meine Lesezeit ändert, so gibt es Monate, wo ich an einem, zwei Bücher hänge. Ich will lesen, um mich zu entspannen und zu genießen, nicht weil ich mich mit anderen messen muss, weil sie schon 20 Bücher mehr haben, als ich 🙂
    Danke jedenfalls für den schönen Beitrag!

    Liebe Grüße Anett.

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  3. Ich finde auch, dass der Wettkampf-Gedanke beim Lesen nicht wirklich Sinn der Sache ist und ich lieber mit Spaß an das Lesen herangehen möchte. Und das soll fokussiert und entspannt sein. Druck macht man sich oft schon in anderen Lebensbereichen, dass muss bei einem Hobby nun wirklich nicht sein.

    Vielleicht bin ich aber auch schon einfach zu alt! 😛

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    • Hahaha, ich denke, man ist nie zu alt für eine Challenge, und eine Challenge kann durchaus helfen, fokussierter zu lesen. Sei es, weil man auf ein neues Genre oder Thema gestoßen wird, oder angeregt wird, sich mit seinen Büchern, die man bereits besitzt, auseinanderzusetzen 🙂 So ganz ohne Wettkampfgedanken, denn oft gibt es ja nicht mal was zu gewinnen.

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  4. Also an einem Leseabend habe ich ehrlich gesagt noch nie teilgenommen, ich lese lieber für mich. Die vielen Challenges, die ich bei anderen sehe, reizen mich ehrlich gesagt auch nicht zum Mitmachen. Ich suche mir lieber selbst aus, was ich lese und ich finde, dass ich über das Bloggen schon sehr über meinen Tellerrand schaue, ich sehe immer wieder Bücher bei anderen, auf die ich sonst nie aufmerksam geworden wäre. Solche Challenges finde ich aber grundsätzlich ok. Was mich eher nerven sind wie du beschrieben hast, Challenges, bei denen es hinterher nur darum geht, vorne zu liegen. Dieses Vergleichen finde ich nicht nur unter Druck setzend, es führt bei mir schon vor dem Lesen dazu, dass ich mich anpassen muss. Beispielsweise versucht fühlen würde, nur noch kürzere Romane zu lesen oder so. Ich zähle nicht einmal meine gelesenen Bücher pro Monat oder Jahr, ich will es einfach nicht wissen, es hat keine Bedeutung für mich. Was ich interessant finde, lese ich, was ich schaffe, habe ich geschafft. Warum sollte ich meine kostbare Lesezeit damit verschwenden, ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich weniger als andere lese?
    Dennoch ein sehr interessanter Beitrag von dir!
    VG Jennifer

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  5. Du hast ja nur fast Schwanzvergleich geschrieben! 😀 Und erstmal lieben Dank fürs erwähnen & verlinken :-*

    Ich verstehe absolut was der zitierte Tweet ausdrücken will und doch liebe ich Challenges! Einfach weil ich mich nicht mit anderen vergleiche, sondern Freude daran habe bestimmte Bücher zu Aufgaben herauszusuchen, zu lesen!

    Was den Marathon angeht – habe ich bislang und werde ich wohl auch nie mitmachen, eben aus deinen genannten Gründen! Aber Leseabende/-nächte oder auch mal ein Wochenende, das ist schon fein! Egal ob ale das selbe/gleiche (verflixt diese Worte, weiß nie wann welches *schämnderLacher) Buch oder einfach wild durcheinander gemeinsam gelesen wird. Da ich eher Gelegenheitsleser*innen in meinem Umfeld habe, freue ich mich über solche kleinen Aktionen und den Austausch (=

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  6. Was für ein schöner Beitrag. Ich kann dir (in fast allen) zustimmen. Eigentlich sind das ja alles Dinge, die ich weiß, aber wenn ich mich gerade wieder von einer Challenge habe mitreißen lassen oder mich beim Vergleich mit anderen unter Druck setze, tut es sehr gut, solche Sätze noch mal zu lesen. Das hilft mir dann, einen Schritt zurückzutreten und mich daran zu erinnern, worum es mir beim Lesen eigentlich geht. Nämlich um Spaß, Erholung oder geistige (!) Herausforderung. Das ist aber auch die einzige Herausforderung, vor die mich meine Bücher stellen sollen. Nicht, wie schnell ich sie lesen kann/muss.
    In diesem Sinne: Danke für die Erinnerungen.
    Ganz liebe Grüße, Julia

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    • Oh bitte gerne, ich brauche auch manchmal Erinnerungen, nicht alles so ernst zu nehmen 😉 Ich merke es auch jetzt gerade wieder, dass ich schneller lesen möchte, mir aber einfach die Zeit fehlt. Tief durchatmen und das Buch genießen ^_^

      Cheerio
      Mareike

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  7. Hallihallo! 🙂

    Natürlich fühle ich mich schon durch meine Challenges und Social Media leicht unter Druck gesetzt, aber ich setzte mir, so wie du es auch schon geschrieben hast, diese Challenges um mich selbst herauszufordern. Goodreads habe ich nur für meine auf Englisch gelesenen Bücher und da ich im letzten Jahr auf Englisch lesen für mich entdeckt habe und in einem Englisch LK bin, möchte ich mich gerne in der Sprache verbessern und noch mehr lesen und nicht warten bis die Bücher erst übersetzt wurden, wenn überhaupt…

    Meine zweite, mehr inoffizielle und vor allem sehr persönliche Challenge ist es, mehr Bücher aus der Kategorie Diversity und Own Voices zu lesen, weil ich ein sehr weißes Umfeld und Weltbild habe. Durch das lesen dieser Bücher weiß ich, dass ich mich mit Themen außerhalb meines gewohnten Umfelds beschäftigen und meinen Horizont erweitern und Neues dazu lernen werde.

    Ich mache mit einer Blogger-Freundin am Sonntag zusammen einen 24h-Readathon, wo man also 24h Stunden versucht „nur“ zu lesen und vlt auch so viel wie eben geht. Da ist wohl ein Wettbewerb mitinbegriffen, obwohl das eigentlich gar nicht meine Absicht dabei ist. Klar, ich freue mich wenn ich mehr gelesen habe als sonst, aber ich versuche mich da jetzt nicht zu vergleichen oder das Wettbewerbsgefühl zu fördern. Es geht mir nur darum gemeinsam mit anderen zusammen lange und jaaa, viel zu lesen, aber eben ohne Druck bzw. einen Wettbewerb.

    LG Hanna

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    • Ahoi!

      Solche selbst gesetzten Challenges sind ja auch noch mal eine andere Hausnummer. Ich habe mir für dieses Jahr auch vorgenommen, weniger Bücher anzuschaffen, was aber nur leidlich funktionieren wird. Alleine, wenn ich für einen Artikel recherchiere können 5 Bücher auf einmal einziehen, weil ich sie als Backgroundliteratur brauche.

      Ich finde deine Challenge, mehr Own Voices und diverser zu lesen, richtig toll. Hast du da schon eine Liste, was du lesen willst?

      Cheerio
      Mareike

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  8. Hi,
    dieser Beitrag ist wirklich super, danke dafür! Ich nehme dieses ahr tatsächlich auch wieder an Challenges teil, wobei eine davon eine SuB-Abbau Challenge ist und ich jetzt schon skeptisch bin, wie und ob es hinhauen wird.
    Du hast tatsächlich recht, was den Abschnitt über die Goodreads-Challenge anbelangt, denn teilweise habe ich es auch eher als Druck empfunden, denn als Motivation, was ja eigentlich eher die Absicht einer Challenge sein sollte, finde ich. daher nutze ich sie (also Challenges allgemein) jetzt ausschließlich dafür, mich zum Lesen zu motivieren, denn es soll ja, wie du schon richtig bemerkt hast, Spaß machen! Daher werde ich mich nicht unter Druck setzen lassen und genieße meine Lektüre einfach.

    LG, Ümi

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    • Moin!
      Genau wie du halte ich es auch: Challenges dienen der Motivation. Manchmal ist es auch toll, eine Kategorie abhaken zu können, bei der man ein Buch gelesen hat das man aus lauter Respekt vor sich hergeschoben hat 🙂

      Welche Sub-Abbau Challenge ist das denn, die du machst?

      Cheerio
      Mareike

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      • Hey Mareike,
        bist du auch Nordisch? Ich komme aus Kiel (nur so nebenbei, bei Moin fühle ich mich gleich zu Hause 😉 ). Das ist die ‚Ran an den SuB mit Ava‘ (Reed) -Challenge, die einfach nur Spaß machen soll, ohne Limit, ohne Punkte o.Ä. und deswegen mache ich sie auch mit.
        Sonst macht das Lesen, mit dem Druck den ich dann irgendwann automatisch empfinden würde, keinen Spaß. Und das will ich ja tunlichst vermeiden 😉

        LG, Ümi 🙂

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      • Ahoi!
        Ja, ich bin ein Fischkopp, ich wohne in Hamburg 😉 und Kiel ist ja gar nicht so weit weg.
        Die Challenge gucke ich mir gleich mal an, die vergangene Woche hatte ich noch gar keine Zeit dazu… Cool, dass das ohne Punkte läuft, ich stehe auch nicht sonderlich auf den Druck…

        Cheerio
        Mareike

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  9. Hallo,
    mir gefällt dein Beitrag. Ich mache meist bei Challenges mit, die so ein bisschen nebenbei laufen können. Klar, versuche ich schon die Aufgaben zu erfüllen, aber ich setze mich nicht unter Druck, dass ich jetzt unbedingt nur noch eine bestimmte Art von Buch lesen muss.
    Ich mag auch das #SuBabc von Janna und Kerstin, denn man kann sich nochmal intensiv seinem SuB widmen, aber ich kann trotzdem andere Bücher zwischendurch lesen.
    Liebe Grüße
    Diana von lese-welle.de

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  10. Pingback: Die Sonntagsleserin 01_2018 – Rückblick auf den Dezember | Studierenichtdeinleben

  11. Schöner Beitrag. Für mich persönlich sind solche Challenges schlichtweg überflüssig, zum Teil auch albern (je nach Ausrichtung des Wettbewerbs). Wenn man beruflich was mit Büchern macht, so wie ich, hat man paradoxerweise auch überhaupt keine Zeit für sowas. Vermutlich würde ich jede spezifische Challenge verlieren, obwohl ich trotzdem mehr lese als alle anderen TeilnehmerInnen…
    Ich verstehe – ehrlich gesagt – gar nicht die Motivation, an so einer Challenge teilzunehmen. Ich lese für mich selbst (außer ich tue es beruflich im Auftrag anderer). Dafür brauche ich nicht den Ansporn von außen. Ich möchte lesen, weil ich lesen möchte; nicht, weil ich irgendeinen Wettbewerb gewinnen will oder ein Gemeinschaftserlebnis suche.
    Grüße,
    Anton

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    • Ahoi!
      Viele Leser*innen lesen gerne gemeinschaftlich, das Konzept „Lesekreis“ oder „Buchclub“ ist ja keine Erfindung des 21. Jahrhunderts 😉
      Und auch bei den Challenges ist man, je nachdem wie man es auffässt, nicht gebunden. Ich nehme die Challenges, an denen ich teilnehme, z.B. auch als Inspiration, mal was anderes zu lesen. Auf der anderen Seite lasse ich mich aber auch nicht dazu drängen, Bücher zu lesen, deren Thematik einfach nicht meins ist (Zeitreisen, wie im Artikel schon geschrieben). Ich lasse mir die Freiheit als Leserin nicht nehmen zu lesen was ich möchte. Wenn du den Eindruck hast, dass Challenges per se immer einengend sind, finde ich das schade, kann aber auch verstehen, wo dieser Gedanke herkommt.

      Cheerio,
      Mareike

      Gefällt 1 Person

      • Nein, von „einengend“ habe ich nichts gesagt. Für mich persönlich erschließt sich einfach nur nicht die Motivation, an einer solchen Challenge teilzunehmen. Mehr nicht. Aber wenn andere das machen möchten, ist das völlig in Ordnung für mich.

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  12. Pingback: Leselaunen 1’18: Wollen oder nicht wollen, das ist die Frage – umivankebookie

  13. mit inzwischen 60 Jahren werde ich mit Lese-Challenges nicht mehr anfangen.
    Früher hätte mich das sicherlich schon irgendwie gereizt 😉

    2-3 Bücher die Woche lese ich fast immer.
    Glücklicherweise habe ich frühzeitig gelernt, das Lesen zu lieben,
    und es schließlich auch sehr schnell und dennoch gründlich zu können
    (Ausnahme waren und bleiben die Bücher, die ich lesen musste/muss,
    mich aber nicht wirklich interessieren)

    Danke für Deinen informativen Bericht aus den Lesewelten von heute.

    Habe heute erstmalig einen kleinen Stapel SUB fotografiert 😉
    also: eher sind es angelesene bis halb oder fast ganz durchgelesene Bücher –
    wie NENNEN wir die denn??

    LG und alles Gute für 2018
    und viel Glück und viel Segen,
    Hiltrud

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    • Ahoi!
      Hm, gut Frage wie man den Stapel nennt. Stapel angefenagener Bücher (SaB)? Habe ich mir noch nie Gedanken drum gemacht, weil ich nur sehr wenige Bücher unterbreche. Entweder werden sie abgebrochen oder zu Ende gelesen 😀

      Und ich denke, für Challenges ist man nie zu alt – so lange man Freude daran hat 😉

      Liebe Grüße,
      Mareike

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  14. Pingback: Challenges - Lesen ist kein Wettbewerb - Wortverdichtung

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