[Rezension] Bella Bender – Tinte in Wasser

Titel: Tinte in Wasser | Autorin: Bella Bender | Verlag: BoD | ISBN: 978-3-7448-2058-5

Tinte in Wasser ist ein Band mit fünf Erzählungen der Autorin Bella Bender, die kurze Schlaglichter in das Leben unterschiedlicher Menschen sind.

Während Hochzeitstag eine traurig-unterhaltsame Episode einer langen Ehe erzählt, die eigentlich nur noch eine Absicherung ist, im Alter nicht allein zu sein, wird in Endhaltestelle das Unbehagen eines Menschen in einer überfüllten Straßenbahn angesprochen. Ein wichtiges Thema, denn für viele Menschen ist die (tägliche) Nutzung des ÖPNV der pure Horror – und zwar nicht nur, weil der Sitznachbar kein Deo benutzt hat. Die Schilderung des wachsenden Unbehagens bis hin zum Zusammenbruch ist auf den Punkt ausgearbeitet.

Die anderen Geschichten gehen leider unter, auch wenn sie teilweise sogar länger sind. Es fehlte die Pointe, und der Weg zum vermeintlichen Höhepunkt war schleppend. Auch manche der angewendeten Erzähltechniken, z.B. den Leser einfach in das Leben der Figuren zu schubsen und zunächst keine Namen oder Zusammenhänge zu nennen, scheinen noch nicht ganz ausgereift.

So ganz konnten mich Benders Erzählungen nicht überzeugen, dafür fehlten für meinen Geschmack der Biss und die Pointen.

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2 Gedanken zu “[Rezension] Bella Bender – Tinte in Wasser

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