[Behind the Screens] #34: Keine Zeit zu Atmen

Behind the Screens ist ein Format, das Belle von Stehlblüten und Philip von Bookwalk ins Leben gerufen haben. Da die beiden im Moment derart von Uni, Job und Prüfungsstress eingebunden sind, übernehme ich quasi als Urlaubsvertretung die Organisation von Behind the Screens, und ich gebe mein Bestes, es in ihrem Sinne weiterzuführen.
In diesem Sinne: lasset die Screens erleuchten.
Danke an Belle und Phil für das Vertrauen!


Wie war deine Woche?

Zu kurz, unglaublich stressig und schlichtweg anstrengend. Der Feiertag am Montag fehlte die ganze Woche über als Bibliothekstag. Von den übrigen vier Tagen musste ich an dreien arbeiten, hatte Arzttermine, und auch wenn es meinem Hinkefuß bedeutend besser geht, brauchte ich manchmal eben doch länger von A nach B und war abends stehend k.o. Dass die Woche echt geschlaucht hat merkte ich auch daran, dass ich einen Vormittag einfach komplett verschlafen habe. Ich bin auf die Couch, wollte Unitexte lesen – und bin einfach nochmal eingeschlafen. Ich habe mich erst zur Arbeit in einen Wachzustand gekämpft und habe mich natürlich geärgert, weil mir die Stunden schmerzlich fehlen. Es war so viel zu tun, und obwohl ich wirklich einiges abgearbeitet habe, habe ich nur die Hälfte von dem geschafft, was ich hätte schaffen müssen und nehme einen riesigen To-Do-Überhang in die neue Woche.

„Kannst du am Wochenende doch noch nachholen!“ – haha, denkste! Das Wochenende ist genauso voll. Gestern Blogst Barcamp (das wirklich Spaß gemacht hat, siehe Wochenhighlight), heute Essengehen mit Bruder und Großtante (haben wir ihr zu Weihnachten geschenkt, so langsam sollten wir das mal machen – aber jetzt kann man immerhin draußen sitzen), Haushalt, Lernen, Haushalt und jede Menge kleinscheiß.

Zudem scheint mein Laptop endgültig im Sterben zu liegen, weiß der Geier wieso, und ich werde mich zeitnah um einen neuen kümmern müssen. Es ist mein wichtigstes Arbeitsmittel, nicht nur für’s Bloggen, sondern auch für das Examen, Übersetzen und andere Aufträge. Ein neuer Kühlschrank und neue Couch werden warten müssen, ohne Laptop bin ich schlichtweg aufgeschmissen!

Der Sommer steht vor der Tür und damit die Urlaubszeit. Welche Bücher willst du im Urlaub lesen?

Ich habe dieses Jahr keinen richtigen Urlaub, aber ich denke, dass ich es in den zwei Juliwochen nach dem Examen etwas ruhiger angehen lassen werde.
Ich hoffe, dass ich dann die Ruhe finde, Die Wohlgesinnten von Jonathan Littell zu beginnen. Es ist eins meiner großen Leseprojekte für dieses Jahr. Außerdem habe ich vor kurzem The Gospel of Loki von Joanne Harris und Norse Mythology von Neil Gaiman gekauft, und freue mich schon sehr darauf.
Zudem habe ich eine Leseliste bis Ende des Jahres, die alle meine Projekte – Good Reads Lesechallenge, SuB Challenge, Serienbuchkiller – umfasst, und derzeit sind sage und schreibe 41 Bücher drauf. Die Herbsterscheinungen sind da noch nicht einmal mit eingerechnet. Ihr seht, ich habe viel zu vor.

Ein gutes Mittel, da voran zu kommen, ist die SuB Challenge Urlaubsworkout für Buchnerds von Anna und Tati. Eine harte, knackige Challenge, vielleicht habt ihr ja Lust, mitzumachen?

Was war dein Wochenhighlight?

Highlight Nummer 1: MEIN BETT!

Ähm. Ja.

Highlight Nummer 2: Blogst Barcamp im Werkheim in Hamburg

Bis gestern war ich Barcamp-Frischling, entsprechend aufgeregt war ich. Kaum angekommen ging es auch schon los. Begrüßung, Vorstellungsrunde mit drei Hashtags (#bieristgeileralswein #mehrideenalsplatzimredaktionsplan #pöbelgöttin), Planung der Sessions und dann ging es auch schon los. Für Kaffee war Gott sei Dank gesorgt, es gab sogar Sojamilch, und dann fand ich mich in meiner ersten Session wieder. Storytelling. War ganz nett, aber nicht so meins, vielleicht, weil ich einfach keine Probleme habe, meine Artikel aufzubauen und zu schreiben.

Mehr brauchte ich nicht: Notizbuch, Kopfschmerztabletten, Ladekabel und Powerbank, Stifte, Snack, Visitenkarte und gute Laune

Session zwei wurde von Isabell von Vollzeitfrei gehalten, es ging um die Frage „Wie werden wir bloggen?“ und sie stellte uns die Methode des Design Thinking vor. Dabei wird die Zielgruppe nach ihren Wünschen und Bedürfnissen befragt und die Antworten werden in einen kreativen Denkprozess eingebunden. Theoretisch eine tolle Methode, aber wie es aussieht, habe ich schon eine ganze Menge richtig gemacht. Im Anschluss bin ich mit Isabell noch ins Gespräch gekommen, und ich habe sehr viel Motivation daraus mitgenommen.

Veronique (l.) und Mirjam (r.)

Schließlich fand die von mir heiß ersehnte Session zu Fotostyling statt, und was ich von Mirjam und Veronique an Input und Inspiration mitgenommen habe kann ich gar nicht so schnell umsetzen. Mein Kopf läuft auf Hochtouren. Nächstes Wochenende (hoffe ich) kann ich einen kreativen Nachmittag einlegen, vorausgesetzt ich habe nicht wieder so eine volle Woche wie jetzt. Die Fotostylingsession war die inspirierendste von allen fünf!

Ganz im Gegensatz zu der Session danach, die auch vom Fotografieren handeln sollte, im Endeffekt aber eher zu einer Nabelschau und Lästerrunde wurde. Viele haben den Kommentar einer Vortragenden gefeiert: „Ich werde oft gefragt, welches Bearbeitungsprogramm ich benutze. Ich antworte dann immer ‚Mach das Foto doch gleich geil!‘“ Very Funny. Not. Denn die Vortragende ist ausgebildete Fotografin („ich habe da auch einfach mehr Erfahrung als du, ich habe das Bild schon im Kopf und brauche nicht mehr als drei Schüsse…“) und hat natürlich einen anderen Zugang zur Fotografie als Laien. Manche manche Fotos muss/will unsereins nunmal nachbearbeiten. Sei es, um Kontrast oder Helligkeit einzustellen, vielleicht will man aber auch mal bewusst eine Überzeichnung haben. Diese Session war so hilfreich wie Fußpilz, sorry.

Andrea erklärt uns die Grundlagen von Sketchnotes

Nach der vierten Session war ich echt platt. Ich war schon am überlegen nach Hause zu gehen, immerhin wartete ja auch noch mein Unikram auf mich. Auf der anderen Seite war ich ziemlich sicher, dass ich nichts mehr zustande kriegen würde, also blieb ich. Zum Glück. Denn Sketchnotes sind super cool. Schon zu Schulzeiten habe ich meine Notizen und Hausaufgaben im Unterricht mit kleinen Zeichnungen verschönert, allerdings eher der Deko wegen, nicht weil es irgendwie System hatte.
Andrea zeigte uns, wie wir schnell und systematisch bei einem Vortrag mitschreiben können und uns auf das nötigste konzentrieren. Wir haben einige sog. Bildvokabeln gelernt, und wie man wichtige Infos einfach kennzeichnet. Vieles kannte ich schon von mir selbst aus meinem Bulletjournal, vor allem von meinen Notizseiten, auf denen ich Hashtags oder Fotoideen sammle. Ich war trotzdem noch nicht auf die Idee gekommen, das mehr in den Alltag zu integrieren.
Die Session war viel zu schnell vorbei, aber ich habe einiges mitgenommen, das ich noch nachgucken möchte und im Alltag umsetzen will.

Und ZACK war das Barcamp auch schon zu Ende. Ich habe soviele wundervolle Bloggerinnen kennengelernt, ich hätte gerne noch weiter mit ihnen geschnackt. Ich war aber einfach viel zu platt, und ich hoffe , dass ich sie bei anderen Veranstaltungen und in den Netzwerken immer mal wieder treffe.
Ich konnte übrigens der Versuchung nicht widerstehen und meinen Output, den ich nach Messen und Tagungen immer schnell zusammenfasse, dieses Mal mit Sketchnotes aufzuhübschen. Ich musste auch an etwas denken, das Andrea am Schluss der Session gesagt hatte: „Ihr werdet am Anfang ALLES zeichnen wollen und überall Sketchnotes machen.“ Jupp, recht hat sie. Aber es macht einfach zu viel Spaß. In diesem Sinne: Danke, Andrea, für das Anfixen!

Barcamp Output

Song der Woche

Fragen für die nächste Woche

1. Wie war deine Woche?
2. Neue Weltordnung. Vampire, Zombies, Werwölfe, Einhörner, Elfen, Orks…sie alle sind an die Öffentlichkeit getreten und du musst dich einer Gruppe anschließen. Wem? Oder gründest du eine rebellische Untergrundorganisation?
3. Was war dein Wochenhighlight?
4. Song der Woche

Die Teilnehmer*innen

Sandra
Diana

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9 Gedanken zu “[Behind the Screens] #34: Keine Zeit zu Atmen

  1. Ein super Wochenrückblick, Mareike! Und vielen Dank fürs Verlinken! 😀

    Ich vergesse die Serienkillerchallenge irgendwie immer wieder, warum auch immer 😀 Ich muss echt mal Harry Potter weiter lesen 😀

    Und das Blogst Barcamp scheint ja wahnsinnig aufregend und cool gewesen zu sein! Ich ärgere mich immer wieder, wenn ich coole Barcamps oder Cons verpasse…

    Viele liebe Grüße,
    Anna

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    • Hab nichts geschafft, nur geflucht, Laptop stirbt. Wirklich voll toll xD
      Die Serienbuchkiller vergesse ich auch immer, aber nach dem Examen will ich die wirklich angehen! Und wenn ich nur ein verdammtes Buch lese *gnarf*

      Ich habe das Ticket für das Barcamp ja auch nur durch Zufall bekommen, aber bereut habe ich es nicht und nächstes Jahr will ich auf jeden Fall wieder hin! Und wir zwei Hübschen gehen nächstes Jahr auf Literaturcamp, klar? ❤

      Cheerio
      Mareike

      Gefällt 1 Person

  2. Hallo Mareike,
    ich hoffe erstmal, dass es dir ganz bald besser geht. Und du vor allem sehr schnell einen Ersatz für denen Laptop finden wirst. Das kann man in deiner Situation ja wirklich nicht gebrauchen 😦
    Sonst klingt dein Wochenende aber richtig schön und vor allem spannend 🙂
    Meinen Beitrag zum BTS findest du hier: https://nanafkb.wordpress.com/2017/06/11/behind-the-screens-15-sommer-leseliste-heimat-und-die-foo-fighters/
    Genieße den Sonntag und vor allem das Essen gehen heute 😉
    Viele Grüße
    Sandra

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  3. Hallo Mareike,

    schöner Rückblick; ich drück dir die Daumen, dass deine nächste Woche ruhiger wird!

    Das Blogst Barcamp muss echt toll gewesen sein; auch nach allem, was auf Twitter so geschrieben wurde. Dank deinem Beitrag hab ich jetzt richtig Lust, mich mal genauer mit Sketchnotes zu befassen. Kannte ich so als Methode noch nicht, klingt aber nach einer guten Möglichkeit, öde Notizen aufzupeppen und verständlicher/ kürzer/ merkbarer darzustellen.

    Liebe Grüße
    Sarah

    Gefällt mir

    • Ahoi Sarah!
      Ich drücke mir selbst die Daumen 😀 Ich befürchte aber, dass es wirklich erst ab Mitte Juli ruhiger wird…

      Probier das mit den Sketchnotes wirklich mal aus. Auf Youtube dürfte es tonnenweise Videos geben (ich habe bisher nicht mal das geschafft nachzugucken -.-).

      Cheerio
      Mareike

      Gefällt mir

  4. Pingback: [Behind the Screen] #34 Eine Burg, die Bundeswehr und eine Beachparty

  5. Hallo Mareike,

    das Blogst Barcamp klingt ja sehr interessant. Ich muss wohl auch mal unbedingt an solch einer Veranstaltung teilnehmen. Da kann man noch einiges lernen. 🙂
    Wünsche dir das deine nächste Woche besser wird und vor allem das dein Laptop durchhält oder du einen guten neuen findest. Das ist ja wohl wirklich furchtbar! :/
    Meinen Beitrag gibt es hier: http://www.lese-welle.de/?p=587

    Liebe Grüße
    Diana

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