[Behind the Screens] #25: Fischkopp durch und durch

Wie war deine Woche?

Ziemlich vollgepackt, zum Ende hin aber ruhiger, weil ich flach lag.
Die ersten Tage der Woche waren mit den Vorbereitungen für meinen Deutschlandtrip verplant. Zig Bücher und Artikel in der Bibliothek kopieren – auch wenn ich nicht in Hamburg bin muss und will ich für’s Examen lernen – Wäsche waschen, packen…Donnerstag wurden die Pläne aber über den Haufen geworfen. Stress ist einfach Gift für mein Immunsystem, und ich denke, ich werde bis zu den Prüfungen noch das ein oder andere Mal schwächeln.

Gestern habe ich mich zum Indiebookday trotzdem rausgewagt und bin zu meinem Stammdealer gegangen. Der feiert den Indiebookday nämlich auch immer, und einen Großteil der Schätze meines Bücherregals habe ich dort entdeckt. Ich gehe grundsätzlich immer zuerst zu den Angebotsboxen, denn auch dort versteckt sich das ein oder andere Kleinod. So auch gestern: Am illustrieten Glossar der plattdeutschen Sprache konnte ich einfach nicht vorbei, dafür bin ich zu sehr Fischkopp. Als ich reinblätterte, schlug ich als erstes „Foffteihn“ auf – und sofort prasselten Kindheitserinnerungen auf mich ein. Das hat mein Papa immer gesagt, wenn wir am Wochenende einen Nachmittag „gechillt“ haben. Eigentlich bedeutet Foffteihn u.a. sowas wie Pause machen, aber bei uns dreien (Papa, Bruder, ich) hieß das: Zeit allein zusammen im Wohnzimmer.
Klar, dass ich das Buch eingesteckt habe, oder? Und es ist so wunderschön gestaltet, ich bin absolut verliebt. Ich bin tatsächlich am Überlegen, das nochmal für meinen Papa zu kaufen.

Ein Buch aus einem Indie-Verlag, eins aus einem großen.

Außerdem war es diese Woche endlich soweit, wir durften unsere Wichtelpakete auspacken, die im Rahmen vom #Frühjahrswichteln verschickt wurden, aber dazu mehr beim Wochenhighlight.

Welches Buch war dein Lesehighlight im Februar und wieso?

Der Februar war buchtechnisch eher mittelmäßig. Zum Ende hin habe ich allerdings eine tolle Graphic Novel gelesen: Rosa Winkel von Dufranne/Vicanovic/Lerolle. Es geht um Homosexualität in Dritten Reich und der Nachkriegszeit, und um den §175, der Homosexualität unter Strafe stellte, und der erst 1994 abgeschafft wurde. Die Graphic Novel hat den Februarschnitt zwar etwas gehoben, es sagt schon viel aus, dass ich sonst kein Buch als Highlight hätte benennen können.

Was war dein Wochenhighlight?

Das #Frühjahrswichteln, das von Dani von Brösels Bücherregal organisiert wurde.
Ich war schon beim Weihnachtswichteln mit dabei und habe mich diebisch gefreut, auch dieses mal wieder teilnehmen zu dürfen. Witziger weise war mein Wichtelkind auch mein Wichtel: Saskia.

Der Inhalt des Wichtelpaketes. Die Kinder Schokobons gibt es schon nicht mehr…

Ursprünglich war ich der Meinung, dass ich am 17. nicht in Hamburg sein werde (sondern in Stuttgart), und habe mein Unboxing-Video (s.u.) bereits am Mittwoch gedreht. Sorry, Wichtel, aber manchmal muss das sein. Saskia hat mit dem Paket voll ins Schwarze getroffen. Das Buch – Blood for Blood von Ryan Graudin – war natürlich auf meiner Wunschliste, aber es gab ja auch kleine Zugaben.
Zum einen möchte ich die Karte erwähnen: eine pummelige Robbe im Chillermodus. Wie schon gesagt, ich bin ein Nordlicht, und mindestens vier meiner Klassenreisen gingen nach Sylt. Robbengucken war grundsätzlich mit dabei. Außerdem gehört es zum guten Ton jedes Fischkopps, mindestens einmal im Leben eine Robbenaufzuchtstation zu besuchen, und wie oft ich im Endeffekt an der Nordsee im Urlaub/Klassenreise war, kann ich gar nicht mehr zählen. Jedenfalls: Robben gehen voll klar, ebenso wie Möwen und Mupfeln.
Außerdem im Paket: Meine Süßigkeiten-Nemesis Kinder Schokobons (die 5 Minuten nach Drehende auch schon nicht mehr in der dieser Welt weilten. Ups), und die vermutlich witzigsten Lesezeichen ever. Die wackeln sogar. Passen eindeutig zu mir!
Nochmal vielen lieben Dank, Saskia!

Was war euer Wochenhighlight? Wart ihr auch beim Wichteln dabei?

Unboxing Video

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Ein Gedanke zu “[Behind the Screens] #25: Fischkopp durch und durch

  1. Das hat jetzt Spaß gemacht zu lesen und zu sehen was Du gemacht hast, bevor Du zur Buchmesse aufgebrochen bist. Das Buch das Du erwähnt hast, dessen Prämisse es ist, dass Hitler den Krieg gewinnt, klingt auch originell.

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