[Kurzrezensionen] Der Gang durch die Genres 2

Heute geht es auf Visite in die Genres Thriller und feministische Literatur

wp-1487015025243.jpgAngela Marsons: Evil Games. Wer ist ohne Schuld?

In ihrem zweiten Fall trifft D.I. Kim Stone auf eine Psychotherapeutin, die ihre Patienten so manipuliert, dass diese Morde begehen. Man kann ihr nichts nachweisen, und wenn, kann man sie dafür haftbar machen? Sie selbst bringt ja keinen um… Ein spannendes, psychologisches Katz und Maus Spiel beginnt, denn D.I. Stone ist selbst manchmal psychisch nicht ganz stabil.
Auch den zweiten Marsons kann ich nur empfehlen. Packend geschrieben, man legt das Buch nur ungern aus der Hand. Ein zweiter Fall eines Pädophilen Familienvaters läuft nebenbei mit und zeigt, dass sich ErmittlerInnen auch mal um mehr als einen Fall kümmern müssen.
Eine längere Rezension hat Jess geschrieben.

Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher

Eine psychiatrische Privatklinik auf dem Teufelsberg in Berlin. Ein Mann wird in der verschneiten Auffahrt gefunden, er hat sein Gedächtnis verloren und Weihnachten steht vor der Tür. Kurz vor den Feiertagen wird noch ein Patient eingeliefert, und durch eine Verkettung unglücklicher Umstände ist die Klinik von der Außenwelt abgeschnitten.
Auf einmal geht das Morden los, ganz im Stil des derzeit aktiven Serienmörders, der Der Seelenbrecher genannt wird. Innerhalb kürzester Zeit bricht er die Psyche seiner weiblichen Opfer, die aus dem katatonischen nicht mehr aufwachen und sterben. Werden die Bewohner der Psychiatrie die Nacht überleben? Und wie werden die psychischen Schäden aussehen?
Der Seelenbrecher ist ein Thriller, der einen die ganze Nacht wach hält. Nicht nur wegen des Schreckens, sondern auch, weil der Adrenalinspiegel durch die Spannung derartig hoch ist, dass Melatonin (das Schlafhormon) einfach keine Chance hat.
Ausführlicher hat Jen über das Buch geschrieben.

wp-1487015044526.jpgMargarete Stokowski: Untenrum Frei

Untenrum frei thematisiert Sexualkultur und Sexismus. Wie werden Frauen in gleichen Positionen wie Männer in der Presse dargestellt? Wieso ist Youtube als Weiterführung der sexuellen Aufklärung durch die Bravo eigentlich noch schlimmer? (Antwort: unfassbar sexistisch!) Wie werden Mädchen und junge Frauen überhaupt sexuell in dieser Gesellschaft geprägt, und vor allem: welche Rolle spielen Frauenzeitschriften? (Antwort: keine gute…)
Stokowski schreibt frech von der Leber weg, wenn meiner Meinung nach auch nicht ganz so pointiert und wütend wie Laurie Penny. Dennoch sollten junge Frauen dieses Buch lesen, durch die frische Sprache ist es hervorragend für Teenanger geeignet, die einen nicht so trockenen Einstieg in den Feminismus suchen!
Eine längere Rezension findet man bei Janine.

Rebecca Solnit: Wenn Männer mir die Welt erklären

In diesem Sammelband beinhaltet sieben feministische Essays von Rebecca Solnit, u.a. auch ihr viel beachteter Text Wenn Männer mir die Welt erklären. Obwohl sie selbst dieses Wort dort nicht benutzt, gilt der Essay als Ausgangspunkt für die Diskussion um Mansplaining, einem Phänomen, das das Verhalten eines Mannes beschreibt, der von einem Thema kaum Ahnung hat, aber mit einem Gegenüber – meistens einer Frau – herablassend darüber spricht und fälschlicherweise annimmt, er habe mehr Ahnung.
Andere Essays drehen sich bspw. um Vergewaltigung oder die Bedeutung der gleichgeschlechtlichen Ehe. Nicht mit allen ihrer Ansätze gehe ich konform, dennoch ist dieser Band eines der Bücher, die man gut als Einstieg in feministische Themen lesen kann
Eine ausführlichere Rezension findet man bei Tasmin.

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