[Behind the Screens] Pummelhorst

1. Wie war deine Woche?

Ich hatte diese Woche frei, zumindest bei der Arbeit. Ich habe mich eingehend um die Examensvorbereitungen gekümmert und auch wenn mein Paniklevel von Tag zu Tag steigt, war die Woche diesbezüglich recht erfolgreich. Am Wochenende will ich noch einen hebräischen und eine griechischen Text übersetzen und ein paar Aufsätze lesen.
Außerdem habe ich endlich wieder mein Fahrrad ausgepackt und bin freudig zwei Tage lang durch Hamburg gedüst – bis ich erst von Orkanböen fast vom Rad gefegt wurde und jetzt von sibirischen Minusgraden sabotiert werde. Hoffentlich klappt das nächste Woche wieder, bis dahin muss mein kleiner roter Teufel bei der Uni parken. Hoffentlich überlebt er die Kälte …
Ansonsten war meine Woche etwas Holocaust-lastig. Ich habe Ist das ein Mensch von Primo Levi gelesen (siehe Punkt 2) und spontan Schindlers Liste geguckt, als ich den Film auf Netflix entdeckt habe. Das Thema wird auch eins meiner Themen im mündlichen Examen, speziell, wie die evangelischen Kirchen involviert waren. Es ist kein Geheimnis, dass der zweite Weltkrieg, das Dritte Reich und der Holocaust eins meiner Interessengebiete ist, und aktuell bin ich wieder voll auf einem Trip. Kann nicht schaden, nützt ja auch dem Examen.

2. Mit welchem Buch bis du ins neue Jahr gestartet? Wie gefällt es dir bisher?

wp-1483800589996.jpgAm 1. Januar habe ich mit Ist das ein Mensch von Primo Levi angefangen, einem autobiografischen Bericht über sein Jahr als Gefangener in Auschwitz, und habe es vor ein paar Tagen beendet. Der Bericht ist zwar nüchtern, aber sehr eindringlich. Levi berichtet von den Lebenszuständen im Lager, wenig Schlaf, ständig frieren, usw. Da ich zu dem Zeitpunkt des Lesens selbst immer unmenschlich müde war und ich draußen ständig fror, und ich genau weiß, dass es mich nicht ansatzweise in die Nähe der Erfahrungen Levis brachte, bin ich zu der Gewissheit gekommen: ich hätte ein KZ oder Arbeitslager nicht überlebt. Diese Erkenntnis vertieft nur noch meine Bewunderung für die Überlebenden, dass sie es geschafft haben, sich an jedes bisschen Leben zu halten, diese hasserfüllte Umgebung und Vernichtungsmaschinerie zu überleben, und dann tlw. darüber zu berichten.
Eine Rezension folgt noch, aber ich musste den Inhalt erst mal verdauen.

3. Was war dein Highlight?

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Pummelhorst auf seinem Weg nach Hause

Am Donnerstag habe ich einen Tagestrip nach Bremen gemacht, um mich mit der wundervollen Elif von The Written Word zu treffen. Sie war so lieb mir ein Plüschtier zurückzulegen, das musste (und wollte) ich endlich abholen. So zog endlich mein Pummelhorst bei mir ein, liebevoll Pummelchen genannt. Der ungebildete Laie könnte Pummelchen für ein Einhorn halten, doch das ist er nicht. Einhörner kommen mir nicht ins Haus, die pupsen ständig Regenbögen und verteilen überall Glitzerstaub. Schon mal versucht, eine Wohnung wieder glitzerfrei zu bekommen? Pummelhorst gehört zu den artverwandten Pummelhörnern, die etwas bodenständiger sind. Keine Regenbögen, kein Glitzer, dafür ganz viel Flausch und eine Vorliebe für Schokolade und Bier. Ich liebe Pummelhorst, und jeder, der ihn dick oder fett nennt, bekommt es mit mir zu tun. Er ist nichts von beiden, er ist einfach sehr flauschig!
Elif war übrigens eine zauberhafte Begleitung durch den Tag. Wir haben spontan gemerkt, dass wir eine ganze Menge gemeinsam haben (neben politischen Ansichten u.a. auch die Vorliebe für gemütliche Gammelklamotten, was für eine Mischung) und die Stunden, die ich da war, gingen unglaublich schnell vorbei. Ich hoffe auf baldige Wiederholung, Bremen ist ja nicht so weit weg, und wenn man tolle Menschen in einer Stadt kennt, fährt man umso lieber hin.
Nach dem Tag war ich allerdings auch echt erschlagen und habe mich, kaum dass ich zu Hause war, mit Pummelhorst ins Bett gekuschelt und gelesen bis mir die Augen zufielen.

Song der Woche


Behind the Screens wurde von Philip von Bookwalk und Anabelle von Stehlblüten ins Leben gerufen. Die zweite Frage ändert sich jede Woche.

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