[Vorgelesen] Hans Christian Andersen – Die Schneekönigin

Die Schneekönigin stammt aus der Feder des Dänen Hans Christian Andersen, der u.a. auch die Kleine Meerjungfrau verfasst hat. Die Schneekönigin zählt zu Andersens bekanntesten Märchen und dürfte sein längstes sein.

wp-1480970569214.jpgKay sah die Schneekönigin an und fand, dass er nie etwas schöneres gesehen hatte.

Der Teufel baut einen Spiegel, der alles Schöne verschwinden und das Schlechte deutlich hervortreten lässt. Die kleinen Teufel lassen den Spiegel fallen, er zerspringt in unzählige Splitter, und zwei davon treffen den kleinen Kay. Ein Splitter geht ins Auge, einer geht ins Herz. Daraufhin wird er gemein zu seiner Freundin Gerda, und eines Wintertages folgt er der Schneekönigin in ihr Schloss aus Eis. Alle halten ihn für tot, nur Gerda macht sich auf in die Welt, um ihren Freund zu finden – und zu retten, wenn nötig.

Das Märchen in ungekürzter, deutscher Fassung kann man zum Beispiel über das Gutenberg-Projekt lesen. Das Gutenberg Projekt sollte man sich allgemein merken, denn dort werden kostenlose eBooks von Klassikern angeboten, deren Rechte abgelaufen sind (sprich: Autor/Übersetzer ist 70 Jahre oder länger tot).

„Ich finde selber lesen und zuhören ja eher doof…“

Auch die Schneekönigin wurde auf verschiedenste Weise adaptiert. Das ZDF hat 2014 einen neuen Film im Rahmen der Märchenperlen produziert, den Trailer kann man sich hier angucken. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen sind Gerda und Kay hier wie im Märchen Kinder, keine Erwachsenen.
Außerdem dürfte den meisten Die Eiskönigin a.k.a. Frozen von Disney ein Begriff sein. An sich ist es ein toller Film (ich liebe ihn) – solange man ihn nicht als Märchenadaption guckt. Die Parallelen sind unverkennbar und von Disney nicht geleugnet, allerdings ruht die Verfilmung so lose auf Andersens Original, dass man das Märchen schon gut kennen muss, um da noch die eigentliche Schneekönigin zu entdecken. Übrigens: Ohrwurm gefällig?

Das Wiener Staatsballett hat Die Schneekönigin 2015 übrigens auch als klassische Ballettinszenierung mit wirklich schönen Kostümen aufgeführt.

„Opaaaa, liest du mir vooor?“

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Die Schneekönigin. Illustration von Michèle Danon-Marcho

Ich stand ständig, das Märchenbuch schon in der Hand, vor meinem Opa, der in seinem großen Sessel saß und meistens selbst ein Buch vor der Nase hatte. Und natürlich las er mir vor. Ich möchte diese Tradition des Vorlesens wieder aufleben lassen, und selbst Märchen vorlesen…

Natürlich wurde auch die Schneekönigin vorgelesen, allerdings in einer sehr gekürzten Fassung. Das eigentliche Märchen ist wunderschön, aber auch wunderlang. Ich lese die gekürzte Fassung aus „meinem“ Andersen Märchenbuch vor, das ich als Kind hatte. Die ist immer noch lang genug, aber nicht so lang, dass ihr, liebe Zuhörer und Steppkes, dabei einschlaft.

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11 Gedanken zu “[Vorgelesen] Hans Christian Andersen – Die Schneekönigin

  1. Früher hatte ich Albträume von diesem Märchen, ich habe eine gruselige Verfilmung und wohl auch mal eine Theateraufführung gesehen, als ich noch ziemlich klein war.
    Du hast eine schöne Vorlesestimme – und das Umblättern hat man fast nicht gehört… 😉
    Ich freue mich auf den nächsten Teil der Märchenreihe! LG, Henrike

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    • N’Abend!
      Weia, man hat das Umblättern gehört? Mist… Egal, müsst ihr mit leben, soweit bin ich mit meinem Programm noch nicht, dass ich da noch leise Geräusche herausfiltern kann.

      Ich habe witzigerweise nie eine Verfilmung oder ähnliches gesehen (Frozen erkenne ich nich an!), vielleicht fand ich es deswegen nie gruselig…

      Cheerio
      Mareike

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      • Ach, das war doch nicht schlimm. War eben echt. Welche Ausgabe hast du denn?
        Du kennst sicherlich diese alten, oft osteuropäischen Filmversionen, die auch mal als Sonntagsmärchen liefen. Ich glaube, die Schneekönigin war auf eine ähnliche Art produziert. Nach kurzer Recherche glaube ich, die sowjetische Version von 1967 war die, die ich kennengelernt habe.
        Eigentlich sind diese Märchenfilme nicht gruselig, die Schneekönigin auch nicht, aber in meinem kleinen Kinderköpfchen (ich war wohl so um die 6 Jahre alt) sah das wohl anders aus… 🙂
        LG und Gute Nacht!

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    • Ahoi Anna!
      Die Schneekönigin ist eigentlich nicht traurig. Ich glaube, du meinst Das Mädchen mit den Schwefelhölzern. Das ist auch von Andersen und ich für meinen Teil fange spätestens beim zweiten Absatz an, hemmungslos zu flennen 😀 Aber es ist trotzdem irgendwie schön.
      Und hol auf jeden Fall beide nach, Andersen lohnt sich!

      Cheerio
      Mareike

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