[Federlesen] Es war einmal…

wp-1480538773274.jpgEs ist Dezember, es ist Weihnachtszeit. Neben Adventskranz, Geschenkestress und Lichterketten gehören auch Märchen zu den Teilen der Kultur, die zu dieser Zeit vermehrt Aufmerksamkeit bekommen.
Wer im September meinen Artikel zur #Buchpassion gelesen hat weiß, dass ich u.a. mit einem Märchenbuch lesen gelernt habe, als mein Opa nach stundenlangem Vorlesen einfach nicht mehr konnte. Mein Vater nahm immer Märchenverfilmungen auf VHS auf, und natürlich bin ich auch mit den Disney-Verfilmungen groß geworden.

Märchen heute

Mit einer Bücherfreundin habe ich vor einiger Zeit einmal über die kulturelle Bedeutung von Märchen gesprochen, und Zitate, Adaptionen und Neuinterpretationen finden sich immer wieder. Die bekannteste Umsetzung der klassischen Märchen sind wohl die Disneyfilme, aber auch Serien wie Simsala Grimm oder Ever After High auf Netflix setzen Märchen neu um. Für Erwachsene gibt es Serien und Filme namens Grimm, Snow white and the Huntsman, sogar die Geschichte der Gebrüder Grimm wurde (wenn auch sehr frei) verfilmt.
Zu Weihnachten werden überall in Theatern und auf Schulbühnen Märchenstücke aufgeführt, die öffentlich Rechtlichen veröffentlichen regelmäßig zu dieser Zeit neue Märchen aus ihrer Reihe 7 auf einem Streich, Neuverfilmungen von Märchen mit bekannten und nicht ganz so bekannten deutschen Schauspielern, und auf KiKa gibt es seit Jahren jeden Sonntag um 12 das Sonntagsmärchen.
Auch in Buchform finden sich in den letzten Jahren Romane, die auf Märchen referieren. Märchen sind also nach wie vor in der Medienwelt präsent, vor allem natürlich bei Kindern.

Auf der Suche nach Märchenbüchern

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Ein paar der Märchenbücher meiner Kindheit: 1001 Nacht, Internationale Märchen, Andersen, Märchensammlung inkl. Grimm und Hauff

Umso überraschter war ich vor einigen Wochen, als ich in einer großen Filiale einer Buchkette nach Märchenbüchern suchte und im Grunde nicht fündig wurde. Es gab Vorlesegeschichten, moderne Märchen und „365 Engelsgeschichten für das ganze Jahr“ (gab es auch mit Rittern, Prinzessinnen, Piraten…). Halb nach hinten gerutscht fand ich immerhin noch eine altmodisch anmutende Ausgabe von Grimms Märchen, die aber sogar ich als wirklich hässlich empfand. Andersens Märchen? Oder gar Hauff, der eh gerne vergessen wird? Fehlanzeige. 1001 Nacht gab es immerhin in der kleineren, hauptsächlich für Bibliophile gedachten Ausgabe „101 Nacht“. Für Kinder: nichts. Für Erwachsene: nichts. Ich wunderte mich, immerhin erfreuen sich die Zeichentrick- und neuerdings auch Realverfilmungen von Disney größter Beliebtheit. Vermutlich liegt dort der Hase im Pfeffer: Man kauft den Kindern die Bilderbücher zu den Filmen, inkl. aller Änderungen, die Disney vorgenommen hat, statt der richtigen Märchen. So wundert es nicht, dass Kinder heute „bibedi babedi bu kennen“, aber nicht „Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich“. Beides ist Aschenputtel, aber eben einmal in der amerikanisierten Version und einmal in der von den Gebrüdern Grimm aufgeschriebenen Version der Volksmärchen.
Was mich noch ein wenig trauriger machte: ich bin auch mit Büchern internationaler Märchen aufgewachsen. Mein Vater hatte Das Schloss an den goldenen Ketten, und weil ich unbedingt ein eigenes Märchenbuch mit Märchen aus aller Welt haben wollte, bekam ich schließlich ein eigenes, riesengroßes Exemplar.(1) Wenn ich heute nach Büchern mit internationalen Märchen suche, muss ich in die Bibliothek, im Buchhandel finde ich nichts.

Sind Märchen kindgerecht? Sind sie überhaupt noch relevant?

Doch warum sind Märchen so wichtig? Manche halten sie für altmodisch oder sogar zu brutal, um sie Kindern vorzulesen. Um genau die dunklen Seiten geht es, vor allem aber um das Happy End! Ich mochte die „brutalen“, gruseligen Märchen früher am Liebsten und freute mich natürlich umso mehr, wenn meine Heldinnen und Helden heil nach Hause kamen. Spencer Reid, das Genie in der Serie Criminal Minds, sagt in einer Folge: „Man könnte argumentieren, dass die bereinigten Versionen, die wir heute haben, sich eigentlich kontraproduktiv zum ursprünglichen Sinn der Märchen verhalten: Dass Kinder sich in Sicherheit ihren dunkelsten Ängsten stellen können“ (2), denn „nicht Märchen sind grausam, sondern spiegeln eine grausame Wirklichkeit.“ (3) Reid hat vermutlich recht. Denn natürlich haben wir als Kinder die Decke bis über die Nase gezogen und haben gebangt und uns gegruselt (die Böse Hexe hatte sogar so einen Einfluss auf mich, dass ich im Wald immer von Sonnenfleck zu Sonnenfleck gelaufen bin, weil sie mich da nicht bekommt). Aber wir lernten auch, dass es gut ausgehen wird, dass die Guten gewinnen und die Bösen bestraft werden. Auch wenn es in der realen Welt weniger schwarzweiß verläuft und es viel mehr Graustufen gibt, ist diese Grundüberzeugung etwas, das die Menschen von klein auf prägt. Wieso sonst wäre man immer wieder ob der Ungerechtigkeit empört, wenn man nicht im tiefsten Inneren immer noch hofft, dass die Böse Hexe bestraft wird?

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Quelle: pixabay.com

„Märchen sagen Kindern nicht, dass es Drachen gibt. Kinder wissen schon, dass es Drachen gibt. Märchen sagen den Kindern, dass Drachen getötet werden können.“ (Gilbert Keith Chesterton)
In Märchen lernen Kinder, dass es Wege und Lösungen geben kann. Vielleicht auf eine sehr unrealistische Weise, denn nicht jeder hat eine gute Fee oder einen magischen Umhang in der Tasche. Aber in Märchen wie Hänsel und Gretel oder Die Schöne und das Tier beruhen die Lösungen vor allem auf einem klaren Köpfchen oder Mut und Güte. Wollenweber zählt noch mehr „Mittel und Wege“ auf, die zum Ziel führen, bspw. „Befreiung aus Not“: „Solidarität; List, Witz, Klugheit, Verstand; Gegengewalt; Furchtlosigkeit; Humanität; Ergreifen des Zufalls, der Chancen und Hilfen.“ (4) Das sind Überzeugungen, die zumindest mich sehr geprägt und beeinflusst haben. „Die Entwicklung einer auf Optimismus, auf Lebenserfolg und Glück, auf eigene Verantwortlichkeit für die Veränderung der Lage abzielenden Haltung ist für den Lebenserfolg des Kindes von größter Bedeutung.“ (5)
In diesem Sinne: lest Märchen und lest sie vor.

Märchen im Krähennest

Diesen Monat möchte ich die Märchen feiern. Es wird Rezensionen zu Märchenbüchern geben (montags) und zu aktuellen Interpretationen (freitags), Artikel rund um Märchen (mittwochs) und, quasi das Special Special, jeden Dienstag und Samstag eine Märchenstunde. Welche Märchen das sein werden, wird natürlich nicht verraten!

An dieser Stelle möchte ich mich beim Reclam Verlag und Nikol Verlag bedanken, die mir für dieses Special freundlicherweise aktuelle Märchenbuchausgaben zur Verfügung gestellt haben. Außerdem Matthes&Seitz Berlin für die Bereitstellung eines Buches für einen Hintergrundartikel.
Ein besonderer Dank geht außerdem an Anabelle, die mir ihre Seminarmitschriften zur Verfügung gestellt hat und die sich tlw. spannender lesen als manches Buch zum Thema. Und Danke an Anna, die für mich eine hochgelobte Fantasyreihe passend zum Thema rezensiert.


(1) Zugegeben, es ist sehr eurozentristisch, aber wem fällt das als Kind schon auf?
(2) Criminal Minds, 10.6.
(3) Bernd Wollenweber: Thesen zum Märchen, in: Arbeitestexte für den Unterricht. Märchenanalysen, Reclam, S. 62.
(4) Wollenweber, S. 65.
(5) Wollenweber, S. 67.

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27 Gedanken zu “[Federlesen] Es war einmal…

  1. Hallo liebe Mareike,

    was für eine tolle Idee!
    Ich habe als Kind Märchen nur so verschlungen, konnte sämtliche auswendig und habe damit meine ganze Familie genervt. Noch heute liebe ich vor allem Grimms Märchen und lese öfter einmal in der alten Ausgabe meiner Mutter nach (ich hoffe sie vererbt sie mir eines Tages :D).
    Ich habe bisher noch nie gezielt in Buchhandlungen nach Märchenbüchern gesucht, finde es aber sehr schade, dass sie nichts mehr wirklich vorrätig haben. Märchen sind etwas, mit dem jedes Kind in Berührung kommen sollte und zwar nicht nur über Disney.
    Ich freue mich auf die weiteren Beiträge zu dieser Reihe! Danke dafür!

    Liebe Grüße,
    Anna (:

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    • Ahoi Anna!
      Im Moment gibt es natürlich jede Menge Märchenbücher in den Buchhandlungen, ist ja schließlich die Zeit dafür 😀
      Ich habe die Ausgabe von 1001 Nacht, die nach dem Tod meiner Omi jetzt eigentlich meine Mum gehört, einfach…umgesiedelt. In mein Bücherregal. Laut meiner Schwester liest das eh keiner außer mir, also hat wird das Buch es bei mir viel besser haben. Vielleicht kannst du das gleiche ja mit dem Buch deiner Mutter machen 😉

      Cheerio
      Mareike

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  2. Guten Morgen liebe Mareike,
    auf Twitter hast du in den vergangenen Wochen immer wieder durchblicken lassen, dass du zur Weihnachtszeit etwas mit Märchen machen würdest und ich war wirklich neugierig. Neugierig, wie du klassische Märchen in die Weihnachtszeit einfügen würdest. Neugierig, was du uns dazu sagen wollen würdest. Neugierig, ob es mir gefallen würde.

    Ich selbst bin, ebenso wie du, mit Märchen groß geworden und auch heute noch erfreue ich mich immer wieder an ihnen. Ich liebe die Sonntagsmärchen, lese mit meinem kleinen Sohn in Märchenbüchern oder greife ganz für mich allein zu meiner Sammlung. So sehr ich daran Gefallen finde so sehr war ich aber auch geschockt, als ich herausfand, dass eine meiner Freundinnen beispielsweise nicht einmal die Hälfte aller Märchen kennt und darauf auch keinen Wert legt. Natürlich ist das jedem selbst überlassen, aber ich finde es unfassbar traurig.

    Vielen Dank für deine tolle Idee und ich hoffe, du kannst vielen Menschen damit wieder Lust auf Märchen machen.

    Ich wünsche dir eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit.
    Liebe Grüße
    Maike

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    • Ahoi Maike!
      Dann hoffe ich mal, dass dir mein Special gefallen wird. Wenn nicht, ich bin für jede kritische Rückmeldung offen 🙂

      Ich kann den Schock, den du gegenüber deiner Freundin empfunden hast, sehr gut nachvollziehen. Mir ergeht es manchmal so wie dir, Märchen sind unbekannt oder wenn, dann nur als Disneyversion. Ich finde es so schade, vor allem, weil es inzwischen soviele tolle neue Verfilmungen gibt, Hörspiele, Hörbücher, usw. Aber gut, erzwingen kann man es nicht. Ich war dafür nie so der Fan von deutschen Sagen…

      Ich wünsche dir und deinem Lüdden eine zauberhafte Zeit. Vielleicht ist ja auch sein Lieblingsmärchen (wenn er eins hat) und denen, die ich vorlese 😉
      Cheerio
      Mareike

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  3. Das ist eine tolle Idee, gerade zu Weihnachten, und ich war schon seit deiner ersten Andeutung gespannt auf den Dezember.
    Ich habe früher ebenfalls viele Märchen gelesen, hauptsächlich Grimms, und das alte und nicht mehr unbedingt schöne Buch, das schon seit Jahren keinen Schutzumschlag mehr besitzt (meine Mutter nennt das immer “ihr habt es kaputt-geliebt“, wie bei unansehnlich gewordenen Kuscheltieren), bei meinem Auszug von zuhause auch mitgenommen. Disney durften wir übrigens als Kinder nicht sehen, weil wir die ursprüngliche Version kennen lernen sollten, ohne Glitzer und Tamtam.
    Wir haben auch Andersen und 1001 Nacht irgendwo stehen. Vielleicht kannst du mich ja neugierig darauf machen?
    In dieser Reihe steckt jede Menge Arbeit und dafür kannst du dir schon mal auf die Schultern klopfen. Danke dafür! Ich freue mich auf den Dezember jetzt umso mehr. 🙂

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    • Hahahaha, kaputtlieben ist in diesem Zusammenhang ein tolles Wort. Das von meinem Opa ist auch überall geflickt!
      Mit Disney hatten meine Eltern zum Glück keine Probleme. Zum einen, weil wir die Märchen eh rauf und runter, vorwärts und rückwärts konnten. Zum anderen, weil die Märchen wenigstens noch ansatzweise erkennbar waren. Arielle hat ein Happy End bekommen, Schneewittchen wurde auf den Apfel gekürzt und auch Aschenputtel hat nur eine statt drei Nächten. Mit den heutigen Märchen wie Küss den Frosch (Froschkönig), Rapunzel neu verföhnt (Rapunzel, höhö), Frozen (Schneekönigin) oder Maleficent (Dornröschen; und es ist ein wunderbarer Film!) ist das nicht vergleichbar, die den Stoff tlw. nur noch als rudimentäre Grundlage nehmen.

      Ich hoffe doch sehr, dass ich dich mindestes auf Andersen neugierig machen kann. Er hat so zauberhafte, tlw. sehr traurige Märchen geschrieben, und ich wette, ein paar kennst du: Die Schneekönigin, Die Meerjungsfrau, Das Mädchen mit den Schwefelhölzern, Der standhafte Zinnsoldat. Auch 1001 Nacht kann sehr schön sein, vor allem die Rahmengeschichte mit Scheherazade.

      Hach, ich freu mich, dass du (und die anderen hier) so begeistert seid.
      Cheerio
      Mareike

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      • Nachträglich hab ich dann irgendwann natürlich auch die Disneyversionen gesehen, aber die kindliche Begeisterung war irgendwie nicht ganz da. Andersen hab ich sicherlich auch mal gelesen/-sehen/-hört. Ich erinnere mich daran, dass ich die Verfilmung der Schneekönigin mit meiner Familie um Weihnachten herum gesehen habe und wochenlang Albträume hatte… Und mir spukt jetzt der kleine Wassermann im Kopf herum, aber das war glaube ich von jmd. anderem.
        Ich finde es einfach toll, dass du einen ganzen Monat einem tollen Thema wie diesem gewidmet hast und dafür so tief in die Materie hineingewatet bist. Ich freu mich also einfach, dass du sowas schreibst. Selber Hach. 🙂
        Liebste Grüße,
        Henrike
        PS. Meine Mutter hat sicherlich noch mehr so tolle Worte auf Lager. Irgendwann zwinge ich sie, ein Buch zu schreiben…

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  4. Hallo Mareike,

    Ich finde die Idee wirklich toll und freue mich schon auf sie nächsten Wochen 🙂
    Auch ich gehöre zu den Kindern, die mit den Disneyversionen aufgewachsen sind. Erst in laufe der Jahre habe ich mitbekommen, dass zu den Originalen viele viele Unterschiede sind.
    Momentan schaue ich Grimm, die Serie und da gibt es so viele Märchen, von denen ich noch nie gehört habe!

    Und deswegen freue mich auf deine Beiträge!

    Liebe Grüße
    Charline

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    • Hey Charline 🙂

      Grimm habe ich nur angefangen zu gucken, irgendwie sagte mir die Serie nicht so zu. Aber ich bin auch immer wieder überrascht, wie viele Märchen ich doch noch nicht kenne oder sie wieder vergessen habe. Ich befürchte allerdings, dass ich zumindest dieses Mal bei ziemlich bekannten Märchen bleiben werde :/

      Cheerio
      Mareike

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  5. Guten Morgen,

    ich bin mit den „alten“ Märchen aufgewachsen. Meine Großtante hat sie mir immer und immer wieder vorgelesen. Am meisten liebe ich meine alte Ausgabe von Grimms Märchenschatz für Jugend. Das Buch müsste um die 100 Jahre alt sein. Wir wissen es nicht ganz genau, da das Vorsetzblatt leider schon fehlt (die Ausgabe ist insgesamt sehr zerlesen), aber wir wissen, dass das Buch schon der Mutter meines Opas gehört hat und er ist in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts geboren. Märchen wie Doktor Allwissend, Einäuglein, Zweiäuglein, Dreiäuglein oder Fundevogel kennen heutige Kinder leider gar nicht mehr.
    ich bin sehr gespannt auf deine Beiträge zu diesem Thema.
    LG
    Yvonne

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  6. Pingback: [Vorgelesen] Gebrüder Grimm – Der Froschkönig oder Der Eiserne Heinrich | Die Bücherkrähe

  7. MAREIKE! DU VERLINKST MICH UND SAGST MIR NICHT BESCHEID?! DU KRETIN!

    Auf jeden Fall: Ich bin so gespannt! Ich liebe Märchen über alles, was leider auch Disney zu verschulden ist, aber ich gucke immer auch die klassischen Märchenverfilmungen in der ARD um Neujahr herum! Das ist einfach verdammt großartig!

    Außerdem kenne ich alle Hintergründe der Märchen und habe mir letztens auf einem Bücherflohmarkt drei Märchenbücher gekauft!

    Ich stimme dir in jedem Punkt zu und bin sehr gespannt darauf, wie dein Monat ablaufen wird!

    Viele liebe Grüße vom #litnetzwerk,
    Anna

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    • Also, Dumpfbacke, du bist verlinkt, weil du mir das Lesen einer zigbändigen Reihe ersparst, die mich so NULL reizt. Für Unterstützung des Märchenspecials in jeglicher Form wird verlinkt. So.

      Man muss nicht „leider“ bei Disney sagen, die Filme sind ja meistens alle wunderschön und sehr liebevoll gemacht. Sie sind manchmal nur sehr frei (Rapunzel *hust*, Frozen *hust*, Küss den Frosch *Hustanfall*). Welche Märchenbücher hast du dir denn gekauft? Und gibt es Fotos? Jaa?

      Cheerio, du Adoptivtöcherchern, über deine Wortwahl mir gegenüber sollten wir mal reden ❤
      Mareike

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  8. Hallo Mareike, das war ein interessanter Artikel und ich werde gerne wiederkommen, um deine Aktion zu verfolgen. Echt nicht, keine Märchenbücher in den Läden? Das schockiert mich jetzt doch.
    Ich habe vor ein paar Jahren ein Märchenbuch wiederentdeckt, welches ich als Kind gelesen habe und mich wie irre gefreut, die Zeichnungen wiederzuerkennen. Sobald meine Kinder alt genug sind, werde ich ihnen definitiv Märchen vorlesen, das gehört einfach dazu.

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    • Hallo Friederike,
      es waren zwei Läden und auch sonst war die Auswahl eher dürftig. Aktuell, in der Weihnachtszeit, sieht das natürlich ganz anders aus, weil es eben die traditionelle Zeit der Märchen ist.
      Sollte ich jemals Kinder haben, werden die auch nicht um Märchen herumkommen 😀 Wie alt sind deine denn?

      Cheerio,
      Mareike

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  9. Nun bin ich gestern unterbrochen worden und schreibe heute noch einmal etwas zu deinem tollen Beitrag!
    Ich bin auch begeisterter Märchenfan, wobei das in meiner Kindheit und Jugend noch stärker ausgeprägt war. Mein liebstes Märchenbuch war eins mit mongolischen Märchen, wobei ich mir die Namen immer nicht merken konnte. Wenn man Märchen international verlgeicht, ist es doch spannend, wie ähnlich sie einander in den Grundmotiven und (ich nenne es jetzt mal) Ritualen (Zahlenmagie, Wortformeln) sind.
    Die Disney-Verfilmungen gehören nicht zu meiner Kindheit, hier vielmehr die DEFA-Filme. Mit den verkitschten amerikanischen Versionen kann ich nicht so viel anfangen. Meine Kinder hatten auch mal ein Buch von Arielle – da fällt es einem schon schwer, „Die kleine Meerjungfrau“ wiederzuerkennen.
    Ich finde es schön, dass Du Wilhelm Hauff nennst. Einige meiner liebsten Märchen sind von ihm. Inzwischen tatsächlich leider eher unbekannt.

    Liebe Grüße
    Mona

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    • Hallo Mona!
      Mongolische Märchen habe ich glaube ich noch nie gelesen. Könnte ich ja mal in Angriff nehmen – nächstes Jahr. Aber ich gebe dir Recht, viele Märchenmotive ähneln sich weltweit. Deswegen kann man ja auch nicht feststellen, wo und wie die Märchen nun entstanden sind.
      Ich hatte eine gesunde Mischung aus Disney, tschechischen/deutschen Verfilmungen und Hörspielen. Arielle war übrigens mein erster Disneyfilm, und ich finde, vom Ende mal abgesehen kann man Andersen schon noch erkennen. Ganz im Gegensatz zu anderen Filmen aus den 2000ern…

      Hauff wollte ich eigentlich auch einsprechen, allerdings finde ich ihn, nachdem ich mir nochmal ein paar Märchen durchgelesen habe, ziemlich rassistisch und kolonialistisch. Wenn es also mache, dann nur mit dem entsprechenden Hinweis darauf… mal gucken. Allerdings hast du Recht, bis auf den Kleinen Muck und Zwerg Nase kennt man die Märchen nicht mehr.
      Ich gebe dir gern Bescheid, wenn das Hauff-Märchen kommt 🙂

      Cheerio
      Mareike

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      • Hallo Mareike,

        ja, sehr gern. Ich habe wie gesagt schon länger keine Märchen mehr gelesen, auch Hauff ist inzwischen schon wieder eine Weile her. Kunstmärchen sin dja ohnehin eine eigene Gattung, die durchaus auch andere Einflüsse beinhalten kann.
        Ich überlege die gnaze Zeit, wie ein Buch hieß, dass ich mal über die Grimm-Brüder gelesen habe. Es war auf jeden Fall ein Reclam-Heft und handelte davon, wie sie eigentlich die Märchen „gesammelt“ haben. Ich finde es nicht im Regal, bin aber sicher es noch haben zu müssen. Vielleicht kennst du es auch schon.

        LG
        Mona

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      • Oh, ich glaube, ich weiß welches du meinst das von Heinz Rölleke: „Die Märchen der Gebrüder Grimm. Eine Einführung“. Ich sollte mal Liste mit Literatur hochladen, die ich für das Special benutzt hab.

        Cheerio
        Mareike

        Gefällt 1 Person

  10. Hallo Mareike,
    was für eine tolle Idee. Ein Fest für die Märchen! Ich liebe Märchen bis heute, in meinem nunmehr reifen bzw. fortgeschrittenen Alter. Einfach ein Stück Kindheit, das da wieder zum Leben erwacht. Märchen haben mir meine Kindheit versüßt, gerne denke ich an die abendlichen Vorlesestunden mit meiner Mutter zurück und heute lese ich hin und wieder meinem Patenkind Märchen vor. Immer wieder schön mit anzusehen, wie sie staunend und gespannt mit großen Augen der Geschichte folgt, ja, sie förmlich inhaliert, Fragen stellt. Das sind immer ganz besondere Momente, ich glaube für uns beide.

    Bin schon ganz gespannt, was Dir alles zum Thema einfallen wird und werde Deine Aktion mit großem Interesse verfolgen.
    Ganz liebe Grüße und eine wunderschöne Weihnachtszeit,
    Heike

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    • Hallo Heike,

      jaaa, vorlesen ist toll. Ich habe eine Zeit lang dem Kleinen von eiem Freund vorgelesen, und jetzt kommt so langsam mein Patenkind in das Alter. Früher habe ich meinem Bruder vorgelesen (der ist immer zu mir ins Bett gekrabbelt und wollte da auch gleich schlafen). Es ist faszinierend, wie so alte Geschichten Kinder auch nach Jahrhunderten noch fesseln können.

      Ich wünsche dir ganz viel Spaß diesen Monat 🙂
      Hab eine zauberhafte Adventszeit,
      Mareike

      Gefällt 1 Person

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