[Federlesen] Professionalisierung, oder: Grundsätze des Bloggens

Vor zwei Wochen erschien auf diesem Blog ein Diskussionsbeitrag zur Monetarisierung von Blogs, speziell Buchblogs, und am Rande fiel das Schlagwort Professionalisierung. Zwar gibt es einen Unterschied zwischen Monetarisierung und Professionalisierung, aber wer sich mit erstem beschäftigt kommt nicht umhin, sich auch dem zweiten zu widmen.

Allerdings sind die meisten der folgenden Punkte, denke ich, auch für Bloggerinnen und Blogger interessant, die ihren Blog weiterhin ausschließlich als Hobby betreiben möchten. Bei Professionalisierung geht es vor allem um Punkte, die einen von anderen ernst genommen werden lassen. Daher finde ich den Begriff Professionalisierung an sich im Grunde zu hoch gegriffen, denn die meisten der folgenden Punkte sind für mich selbstverständlich. Ich stelle an mich und meinen Blog gewisse Ansprüche, dem Grundsatz folgend: „Wie sollte ein Blog sein, damit ich ihn ernst nehme und gerne lese?“, ohne mich als professionelle Bloggerin bezeichnen zu wollen.

Basics

1. Layout und Design, oder: Hell is real in GIFs

Susanne Kasper von Clever-Bloggen.de/Literaturschock.de hat Anfang Juli einen herrlichen Artikel geschrieben, in dem sie die größten Layout-Sünden zusammenfasst. Meine persönlichen Favoriten sind bis heute der Glitzerschweif am Mauszeiger und allgemein kitschige Designs.
Wenn mir bereits von der Startseite pinke Elfen, neongrüne Drachen und lila glitzernde Hexen entgegenspringen – am besten animiert – ist die Chance, mich in die Flucht zu schlagen, unglaublich hoch. Die Rezensionen und Artikel können noch so toll sein, das Design vergrault mich sofort.

Auch unübersichtliche Designs sind nicht gerade eine Freude beim Lesen. Eine Sidebar reicht, vor allem, weil die meisten Blogger auch eine Topbar haben. Viele Verstehen das Widget-Angebot für die Sidebars eben nicht als Angebot sondern als Gebot und knallen ihren Blog zu beiden Seiten der Artikel zu. Weniger ist nicht nur bei Farben mehr, sondern auch bei eben jenen Widgets.
Ein Beispiel: ein Buchblog, auf dem ich zu Beginn des Jahres landete, hatte ein Currently Reading Widget (Goodreads oder Lovelybooks), „zuletzt rezensiert“ mit Bild, sämtliche Challenges für das Jahr mit Bild, Follower Anzeige, Twitter-Widget, Instagram-Widget, Facebook-Widget, Social Media Buttons, und einen ellenlangen Blogroll – und das ist nur das, woran ich mich erinnern kann. Überlegt euch, welche Widgets direkt auf der Startseite sein müssen und welche Informationen ihr z.B. in der Topbar in Unterpunkten unterbringen könnt. Das macht euren Blog übersichtlicher und lenkt nicht vom Lesen ab.
Nachstehend ein paar Screenshots von Blogs, die ein buntes bzw. nicht-weißes Design haben ohne unruhig zu wirken. Die Blogs sind am Ende des Artikels verlinkt.

2. Sprachlicher Stil und Rechtschreibung, oder: Interpunktion ist nicht optional

Ich höre die Augen förmlich in ihren Höhlen rollen. Während des Blogger Future Place auf der Frankfurter Buchmesse fragte eine Teilnehmerin, warum wir auf Stil und vor allem Rechtschreibung achten sollten, wenn die nicht einmal die Verlage bei Büchern darauf achten. Anna hat glücklicherweise sowohl meine als auch Vanessas Antwort gespeichert:

Wir sprechen hier nicht von Tippfehlern, die leicht passieren können und noch öfter beim Korrekturlesen übersehen werden. Aber bitte lest eure Texte Korrektur. Tippt sie z.B. in Word vor oder benutzt, wenn ihr via WordPress bloggt, die dortige Funktion (die allerdings nicht so gut ist wie Word). Duden.de ist übrigens eine wundervolle Seite, die schnell helfen kann, wenn bereits beim Schreiben Zweifel am Wort aufkommen oder Word/Wordpress das Wort nicht als richtig erkennen.
Zur Rechtschreibung gehört auch Interpunktion. Ausrufezeichen sind keine Rudeltiere, Punkte und Kommata sind jedoch durchaus sinnvolle Elemente der Textstrukturierung.

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Ausschnitt aus Vanessas Präsentation // (c) Vanessa Rautenberg/Biblometasia

Sprachlicher Stil ist in der Regel subjektiv. Ob man seine Leser direkt anspricht und siezt oder duzt, ob man in Artikel und Rezensionen mit dem „ich“ sehr präsent ist oder lieber wie für eine Zeitung schreibt, es gibt nicht enden wollende Diskussionen darüber.
Aber auch hier gilt: will man Ernst genommen und nicht nur vom Häkelkreis in Neu-Großweiler gelesen werden, sollte in Artikeln und besonders in Rezensionen bspw. auf Smileys jeglicher Art (persönliche Favoriten: :o) und ;o)) und strapaziösen Gebrauch von Umgangssprache verzichtet werden. Umgangssprache kann in der richtigen Dosierung einem Artikel den richtigen Pfiff geben, im Übermaß klingt der Artikel aber wie eine Schülerzeitung im sozialen Brennpunkt.
Überlegt euch, welche Art von Artikeln ihr ernst nehmt, wenn ihr den/die VerfasserIn nicht kennt.

Außerdem

3. Qualität in Beiträgen

Das schönste Design und perfekte Rechtschreibung nützen nichts, wenn die Qualität der Beiträge eher Ramschniveau entspricht. Anna meinte einmal in einem Gespräch, dass Blogs vor allem dann an Qualität einbüßen, wenn sie ihren Content nahezu ausschließlich aus wöchentlichen Aktionen speisen. „Da haben manche dann die Montagsfrage, Mittendrin-Mittwoch, Top Ten Thursday, Freitagsfrage, Samstagsschmöker, Sonntagszitat und für Dienstag fällt einem bestimmt auch noch etwas ein.“ Dazu noch ein paar Rezensionen, und der Inhalt ist fertig. Richtig? Eben nicht.
Natürlich sind solche Aktionen toll, gerade was die Vernetzung untereinander angeht, und ich möchte keine einzelne in Misskredit bringen, denn jene, die sich so etwas ausdenken, stecken natürlich Herzblut hinein. Wie sinnvoll es allerdings ist, an jeder einzelnen Aktion teilzunehmen, sei dahingestellt. Die Woche hat nur sieben Tage, und wenn zu den Aktionen Rezensionen oder vielleicht auch mal ein Bericht über eine Lesung hinzukommen, wirken die Posts schnell wie Spam.

Überlegt euch, ob es eure Leser wirklich interessiert, ob ihr den Hauptcharakter eures derzeitigen Buches heiraten würdet. Vielleicht wäre es spannender, einen Artikel über gängige Charaktereigenschaften von Männern in Jugendromanen zu schreiben. Sicher, das kostet Zeit und vielleicht auch etwas Recherche, ist – meiner Meinung nach – aber qualitativ hochwertiger als zu lesen, welches Buch gerade gelesen wird (das vermutlich auch in der Sidebar im Goodreads/Lovelybooks-Widget angezeigt wird).

4. Authentizität, oder: Nicht jeder Hype ist Dein Hype

Wichtig ist neben aller Qualität aber auch die Authentizität. Wenn man am liebsten Klassiker und anspruchsvolle Belletristik liest und bespricht, nun aber eine Einführung in YA-Romantasy schreiben möchte, weil das gerade alle lesen, sollte man sich fragen, warum. Ist da wirkliches Interesse? Lesegeschmack ändert und entwickelt sich permanent, dann wäre so ein Artikel toll. Oder geht es eher um die Generierung von Besucher- und Followerzahlen?
An dieser Stelle möchte ich Anabelle zitieren, die in ihrem Artikel zur Professionalisierung schreibt: „Ich denke jeder kennt das: Man greift zu gehypten Büchern, um ja nichts zu verpassen. Außerdem geben Fotos dieser Bücher die meisten Likes und auch die Rezension eines neuen, vielgelesenen Buches bringt bestimmt viel mehr Klicks als ein Beitrag über ein altes Buch. In all dem Hype-Wahnsinn, darf man aber nicht vergessen, sich auf das zu konzentrieren, was man wirklich kann. Warum hast du deinen Blog damals begonnen? Über was wolltest du schreiben? Was liest du am liebsten? Gibt es ältere Bücher, die du gerne mal wieder an den Leser bringen würdest?“

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

5. Regelmäßigkeit, oder: auch bei Durststrecken durchhalten

wp-1478645234317.jpgWenn man gelesen werden möchte, sollte man regelmäßig etwas posten. Klar. Da aber auch ein Artikel alle zwei Monate eine Art Regelmäßigkeit darstellt, sollte man das an dieser Stelle etwas genauer definieren.
„Zeige Verlässlichkeit, indem du durchschnittlich mindestens vier Beiträge im Monat veröffentlichst…“ (Susanne Kasper, Clever-Bloggen.de; Hervorhebung Bücherkrähe), ist nur ein Beispiel, für manchen Geschmack oder die Mitteilungsbedürftigen vielleicht etwas wenig. Manche posten an zwei festgelegten Tagen die Woche, ich habe mir nach der Buchmesse einen neuen Redaktionsplan erstellt, der zwischen drei und fünf Tagen rangiert. Zudem planen einige Blogger zu Beginn eines jeden Monats, welche Artikel und Rezensionen sie wann posten möchten, damit sie diese rechtzeitig fertig haben (Stichwort: Qualität). Damit lassen sich auch Zeiträume umschiffen, in denen ihr sonst vielleicht keine Zeit habt (Urlaub, Klausurenphase, Weihnachten…).
Ein Redaktionsplan ist ein Hilfsmittel, kein Dogma. Manchmal hat man für den Tag, an dem man normalerweise eine Rezension postet, eben keine. Wieder andere fühlen sich durch einen Redaktionsplan eingeengt. Bloggen soll immer noch Spaß machen, und es ist immer noch jeder/m BloggerIn selbst überlassen, ob überhaupt, auf welche Weise und wie viel Struktur sie in den eigenen Blog bringt.

6. Rechtliche Bestimmungen, oder: WICHTIG, LESEN!

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Spontaner Austausch zur Kennzeichnung von Rezensionsexemplaren

Selbst wenn man seinen Blog nur als Hobby betreiben möchte, ein paar Dinge sind unerlässlich. Auch ohne eine gewerbliche Nutzung des Blogs ist ein Impressum gesetzlich vorgeschrieben. In meinem Behind the Screens vom 06.11. habe ich das Thema bereits angerissen.
Vorweg: Ein Impressum ist so oder notwendig, ganz gleich, ob der Blog ein Hobby ist oder gewerblich genutzt wird, und dazu gehört auch eine Adresse. Reizthema ist aber immer auch die Telefonnummer im Impressum.
Kurzgefasst: Die Telefonnummer muss nicht im Impressum stehen, wenn der Blog nicht geschäftsmäßig ist.
„Diese Unklarheit hat inzwischen der EuGH (Urteil vom 16.10.2009;Az.: C-298/07) beseitigt und klargestellt, dass eine Telefonnummer nicht zwingend erforderlich ist.“(Quelle)

Wenn der Blog geschäftsmäßig ist (bspw. Durch Schaltung von Werbung oder Setzen von Afiliate Links), tritt folgender Fall ein:
“Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mit Urteil vom 16. Oktober 2008 aber entschieden, dass die zweite Angabe nicht zwingend eine Telefonnummer sein muss. Es kann auch eine elektronische Anfragemaske, also ein Kontaktformular, angeboten werden.“(54books)

Eine Telefonnummer soll eine möglichst schnelle Kontaktaufnahme mit dem/der BlogbetreiberIn ermöglichen. Theoretisch. Praktisch ist es aber so, dass tagsüber die Wenigsten zu Hause sind, um ein Festnetzgespräch entgegenzunehmen, und auch über Handy ist man nicht immer erreichbar. Es gibt zig Gründe dafür. Zwar ist auch über ein Kontaktformular kein rascher Kontakt gewährleistet, wird vom Europäischen Gerichtshof aber als dem Telefon ebenbürtig angesehen.
Wer mehr zum Thema Impressum lesen will, klicke auf den oben verlinkten Artikel von 54Books, der für jeden verständlich und nicht von einem Laien geschrieben ist.

Eine letzte Unsicherheit bzgl. der gewerblichen Nutzung bleibt immer, da nicht geklärt ist, ob Rezensionsexemplare schon unter diese fallen. Ob man deswegen zur Sicherheit auch ein Kontaktformular auf den Blog schaltet, sei jeder/m selbst überlassen.

7. Transparenz, oder: Auch wichtig, auch lesen!

Der Status der Rezensionsexemplare und ihre Einordnung in ökonomische Zusammenhänge sind umstritten, und so ist es auch bei der Kennzeichnung selbiger, die zur Transparenz gehört. Auf dem Blogger Future Place wurde die Kennzeichnung von Rezensionsexemplaren als Pflicht kommuniziert, andere BloggerInnen haben andere Informationen bzw. handhaben es anders (siehe Screenshot rechts).
Rechtlich gesichert sind allerdings bezahlte Beiträge: „Sobald die Form der Bezahlung über ein kostenloses Rezensionsexemplar hinaus geht, muss diese Rezension mit dem Wort “Werbung” oder “Anzeige” gekennzeichnet sein.“ (Susanne Kasper, Clever-Bloggen.de)

Zur Transparenz gehört im Übrigen auch die Kennzeichnung von fremdem Content, sprich: Quellenangaben! Ihr postet ein Foto, das nicht von euch ist? Gebt die Quelle an. Ist es von einer Freundin, ist die Kennzeichnung mindestens nett (immerhin stellt sie euch das Foto zur Verfügung). Ist es von einer fremden Website o.ä. muss eine Quelle auf jeden Fall genannt werden. In Zeiten von Pinterest und tumblr ist das schwierig genug, aber wenigstens die Boards sollten mit Link in der Angabe stehen. Im schlimmsten Fall könnt ihr wegen Copyrightverletzung haftbar gemacht werden.
Was für Fotos gilt, zählt auch bei Übernahme fremder Texte, Stichwort: Klappentexte. Es spricht nichts dagegen, diese in einer Rezension zu nutzen, aber gebt den entsprchenden Verlag als Quelle an, denn ihr seid nicht AutorIn dieses Stücks.

Und zum Schluss…

…muss sich jede Bloggerin und jeder Blogger selbst überlegen, wie der Blog aussehen soll. Wenn ihr zufrieden seid, ändert nichts. Wenn ihr etwas ändern möchtet, helfen euch vielleicht die o.g. Punkte als Basis. Ansonsten: tauscht euch aus, vernetzt euch, lest andere Blogs, holt aktiv Kritik ein.
An dieser Stelle sei noch einmal explizit auf Clever-Bloggen.de verwiesen. Susanne Kasper schreibt hier über Handwerkszeug des Bloggens, und der ein oder andere Artikel bringt vielleicht Licht ins Dunkel.
Ausführlicher als es ein Blog je könnte hat Mara Giese in ihrem Buch Das Literaturbloggerbuch grundlegende Aspekte des Bloggens veröffentlicht. Voll mit handfesten Praxistips und Erfahrungsberichten anderer BlogerInnen ist esnicht nur für Blogneulinge sondern auch für solche geeignet ist, die schon etwas länger dabei sind.


Die Blogs in der Galerie

Biblometasia

BücherKaffee

Studierenichtdeinleben

Thousand Pages of a Fangirl

Wortgestalt

Danke an Mara, Katja/Philly und Anna für die tolle (weil sachliche) Diskussion zum Thema Rezensionsexemplare, und dass ich sie hier zitieren durfte.

Außerdem Danke an Vanessa von Biblometasia, die mir netterweise ihre Präsentation vom Blogger Future Place zur Verfügung gestellt hat und der ich das Bild der „häufigsten Fehler“ entnehmen durfte.

Ich bin mir bewusst, dass ich auf einen Blog insgesamt vier Mal verlinkt habe. Das hat nichts mit Schleichwerbung zu tun, sondern mit Quellenangabe (siehe Punkt 7).

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21 Gedanken zu “[Federlesen] Professionalisierung, oder: Grundsätze des Bloggens

  1. Erstmal ein Hallo & ebenso ein Kompliment ~ eine super Auflistung & Meinungsdarstellung!!
    Ich als Neuling, werde mir ggf ein, zwei Tipps näher ansehen & umsetzen 😉 Wobei ich nun etwas verunsichert bin ~ Rezensionsexemplare kennzeichnen oder nicht? Ich dachte die Verlage|Autoren würden dies erwarten? Würde mich hier wirklich sehr über eine Antwort freuen [Hinweis: in den Buchdetail verlinken wir immer zum Buch & somit zum Verlag|Autor-bei Selfpublishern]

    Liebe Grüße

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    • Ahoi!
      Wie gesagt, es ist nicht eindeutig geregelt und jeder handhabt es anders. Es gibt tatsächlich Anfragen von Verlagen und/oder Autoren, die eine Kennzeichnung nicht wünschen. Ich bin inzwischen zwar am Überlegen, ob ich es mache wie Wortgestalt, aber so richtig überzeugt bin ich davon noch nicht. Wenn du dir unsicher bist, kennzeichne die Rezensionsexemplare, damit bist du auf der sicheren Seite 🙂

      Cheerio
      Mareike

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      • Lieben Dank für deine Antwort, ich denke auch die Kennzeichnung werde ich zunächst beibehalten, solange nicht jemand bitte dies nicht zu tun 😉 Ja, so als Blogger-Neuling wird man plötzlich mit Dingen innerhalb einer Rezension konfrontiert, darüber musste ich mir nie Gedanken machen … !!

        Hab einen feinen Start ins WE!

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  2. Ein sehr interessanter Beitrag! Und schön, dass noch so viele Links darin enthalten sind, die ebenfalls dieses Thema oder Teile davon aufgreifen. Da werde ich mich nach und nach mal durcharbeiten.
    Am Blog kann eigentlich immer etwas verändert werden. Plötzlich ist man mit diesem oder jenem unzufrieden oder möchte bestimmte Dinge aufnehmen oder streichen. Veränderung ist jedenfalls spannend.

    Bei überladenen Blogs bin ich ganz bei dir. Das ist auch nicht so mein Fall. Wenn sich dies dann nich mit Rezensionen paart, die eigentlich nur Sätze enthalten wie „Ich fand das Buch ganz toll!“ oder „XY ist heiß“ etc. kann ich mir daraus nicht viel nehmen. Ich möchte gern lesen, warum ein Buch toll ist oder der Protagonist super. Warum ein Buch nicht überzeugt hat oder einfach nur platt ist. Das ist dann tatsächlich eine Sache der Qualität und vielleicht auch des Alters. Ein Blog ist schließlich schnell mal gemacht.
    Ein Fan von zu vielen Aktionen bin ich auch nicht. Da ist für mich weniger tatsächlich mehr. Manches ist recht interessant. Aber ich poste lieber mal eine Woche nichts, statt meinen Blog mit derartigen Aktionen zu überladen.
    Einen Redaktionsplan habe ich mir noch nicht erstellt. Das wird sicherlich auch eher schwierig, denn manchmal passiert einfach zu viel Leben. So dass ich diesen wohl eh nicht einhalten könnte. Aber ich finde es toll, wenn man so diszipliniert ist und sich daran halten kann!

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    • Ahoi!
      Ich war mir mit dem Redaktionsplan zunächst unsicher, eben weil ich auch ein recht…zeitaufwändiges Leben führe 😀 Ich bin aber niemandem Rechenschaft über meinen Blog schuldig, und letzte Woche ging bspw. tatsächlich nur Behind the Screens online, weil ich etwas anderes gar nicht geschafft habe. Ich sehe einen Redaktionsplan eher als gut gemeinten Hinweis von meinem Blogger-Ich an mein Chaos-Ich, allerdings hilft er mir sehr, mich mit meinem Blog nicht festzuwurschteln 🙂

      Viel Spaß mit den Links!
      Cheerio
      Mareike

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  3. Ja, das mit der Rechtschreibung ist auch so eine Sache… Man sollte meinen, dass Vielleser hierbei keine Schwierigkeiten haben, aber das scheint sich nicht von selbst zu entwickeln. In der Konsequenz gibt es übrigens Kinderbücher, in denen die Rechtschreibfehler ganz bewusst, und ohne dass sie als solche in irgendeiner Form gekennzeichnen sind, als typisches Merkmal der Ich-Erzählerin enthalten sind. Begründung des Autors: Rechtschreibung lernt man nicht durch lesen, das wurde bewiesen. 😳

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    • Ahoi!

      Bei Kinderbüchern finde ich das Fatal. Dass in Jugend- und Erwachsenenbüchern durchaus der Slang ausgeschrieben wird, finde ich witzig, aber in dem Alter kann man das, vermute ich, etwas besser einordnen. Hast du da Beispiele? Oder eine Artikel? 😀

      Cheerio
      Mareike

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  4. Der Beitrag liest sich gut! Und das sage ich nicht, weil du mich verlinkt hast, aber dafür trotzdem ein Dankeschön! 🙂 Und auch, dass du bei Facebook vorher Bescheid gegeben hast, das ist cool, machen ja auch nicht alle. 😉 Jedenfalls hat mir besonder Punkt 3 gut gefallen. Ich habe in meiner Anfangszeit auch viel und regelmäßig an wöchentlichen Aktionen teilgenommen und denke auch, dass mir das zum Einstieg geholfen hat, Kontakte zu knüpfen und ein Gefühl fürs Bloggen zu entwickeln, aber mit der Zeit habe ich mich davon dann ganz automatisch gelöst. Gerade das, was du ansprichst, also die inhaltliche Qualität und auch die Relevanz sollte man dabei ruhig mal im Auge behalten. Wobei ich damit aber nicht alle Wochenaktionen über einen Kamm scheren will, es gibt auch sehr schöne. 🙂

    Liebe Grüße, Philly

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    • Hallo Philly,

      ich nehme selbst ja auch an zwei wöchentlichen Aktionen teil, wobei bei mir der Top Ten Thursday aktuell ruht, weil ich einfach zu beschäftigt bin. Mir, und eben auch Anna, ging es um die Fülle. Bei manchen Aktionen erkenne ich auch einen Mehrwert, eben beim TTT, weil man dort nach Themen, die lange angekündigt sind, Buchlisten zusammnstellt, die einem oft weiterhelfen (Weltkriege, unblutige Thriller, lange Reihen, etc.)
      Und klar frage ich nach, anderen habe ich das Zitat schriftlich vorgelegt, weil es aus der Erinnerung tippen musste. Kenne ich noch aus meiner Zeit als – Achtung – Chefredakteurin der Schülerzeitung. Ich finde, das gehört sich, zumal unsere Gruppe auf Facebook geschlossen ist.

      Freut mich, dass dir der Artikel gefällt, auch wenn du meintest, dass das Thema zur Genüge besprochen ist. Und danke auch für die ganzen Follows, ich dachte mein Handy ist kaputt, weil es nur noch „geplöngt“ hat.

      Cheerio,
      Mareike

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  5. Ein schöner Artikel mit vielen wichtigen Punkten und Hilfestellungen! Vieles ist eigentlich logisch und selbstverständlich, doch wenn man sich umschaut, sieht man, dass es wohl doch nicht so ist (Blog zu überfrachtet, zu viele Rechtschreibfehler, Hauptsache schnell was gepostet anstatt sich richtig Gedanken zu einem Thema/Rezi zu machen…). Mein Blog ist leider auch nicht „perfekt“, wie ich ihn für mich selber gerne hätte. Habe zur Zeit einfach nicht genug Zeit. Da leidet auch die Qualität.

    Es gibt halt auch eben unter den Bloggern eine riesen Vielfalt. Ich nenne sie mal „Prinzessinnen-Bloggerinnen“, die mögen es eben bunt und glitzerig. Ihr Anspruch ist ein anderer (und ihre Leserschaft ist auch eine andere). Dann gibt es auch solche wie mich, die eher nüchtern sind und nicht jeden Gedanken bloggen und sich auf wesentlichere Posts, wie z.B. überwiegend Buchbesprechungen, beschränken.

    Wünsch dir noch ne schöne Restwoche,
    glg monerl

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    • Ahoi Monerl!

      Ja, natürlich hast du Recht, dass die „Prinzessinnen-Bloggerinnen“ eine andere Leserschaft haben, die natürlich auch ihre Daseinsberechtigung hat. Trotzdem sind diese eher nicht so meins 😉

      Es geht nicht darum, dass der Blog perfekt ist. Perfektion ist eine Illusion, und wenn ich etwas anderes vermittelt haben sollte, tut es mir sehr leid. Ich kann nur immer wieder betonen: Zufrieden mit deinem Blog? Dann ändere nichts! Dann ist er genauso, wie er ist, schön. Wenn ich mit meiner Antwort-Runde fertig bin, gucke ich auch gleich mal bei dir vorbei ^_^

      Cheerio und hab einen schönen Abend,
      Mareike

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  6. Wow! Ein wirklich interessanter Beitrag. Ich versuche schon viele der Dinge die du hier beschrieben hast umzusetzen und trotzdem ich eigentlich schon ein „alter Hase“ bin, was das Bloggen angeht, gab es hier nochmal einige „Aha“-Momente.

    Liebe Grüße und Danke für einen so tollen Beitrag,

    Jasmin

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  7. Hallo liebe Mareike,

    ein sehr interessanter und vor allem informativer Post. Besonders mit der Kennzeichnung der Rezensionsexemplare. Ich weiß nicht wann, aber irgendwann habe ich angefangen meine Rezi-Ex zu kennzeichnen und finde daran weder etwas verwerfliches noch ist es besonders nützlich für mich. Es ist einfach eine Sache, die ich irgendwann angefangen habe. Vielleicht auch wie bei dir, als kleiner Dank an den Verlag.

    Über Design lässt sich bekanntlich so viel streiten, wie es verschiedene Geschmäcker gibt. Manchmal denke ich bei meinem Blog auch darüber nach, ihn etwas zu vereinheitlichen bzw. zu vereinfachen. Dann wiederum denke ich, das genau bin ich, so soll mein Blog sein. Fertig! Klar, auf glitzerndes Blingbling-Gedöns verzichte ich gerne…

    Ganz liebe Grüße
    Karin

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    • Ahoi Karin!
      Auch dir möchte ich sagen: Wenn du deinen Blog liebst, dann lass ihn so.
      Ich möchte niemanden in eine Sinnkrise stürzen, und ich verteidige aktuell (ich glaube sogar bei dir :D) auf Facebook mein Design. Es hat kaum Farbe, manche finden kleinere Details nicht optimal. Manche ändere ich, weil mir das selbst noch nicht aufgefallen ist, an manchen halte ich fest wie die heiße Käsescheibe am Toastbrot!
      Es ist okay, immer mal wieder zu reflektieren, ob man das Design des eigenen Blogs noch mag. Wenn ja: top, dann kann man sich wieder dem Schreiben zuwenden. Wenn nicht: Analyse machen, Design ändern. Das gilt für alle Aspekte des Bloggens.

      Cheerio,
      Mareike

      Gefällt mir

      • Genau liebe Mareike. Als ich angefangen habe zu bloggen, war meine Seite vom Hintergrund her schwarz und ich hatte weiße Buchstaben darauf. Mich hat es nicht gestört, anfangs, doch dann dachte ich mir, dass es irgendwie alles düster wirkt. Nun ist es total anders und ich bin zufrieden, klar ändere ich immer wieder mal was und manches wird wahrscheinlich ewig stehen und mich dennoch ärgern. Ich muss mich weitesgehend an die Vorlagen bei blogger halten, hab von Webdesign null Ahnung. Ich freu mich immer wie ein Keks, wenn ich etwas selbst mit html ändern kann. Aber das ist für mich bloggen. Lernen, ausprobieren und selbstverständlich wie du auch für sein Design zu stehen, auch wenn es anderen nicht so gut gefällt. Aber mir gefällt deines ja auch… 😉

        Ganz liebe Grüße
        Karin

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      • Aber das ist für mich bloggen. Lernen, ausprobieren

        Ich hätte es nicht besser ausdrücken können! Ich möchte mich nächstes Jahr eingehender mit html und css beschäftigen, vor allem, weil ich mit dem Blog vllt. umziehe auf eine eigene Domain. Aber das ist Zukunftsmusik…

        Weiß auf Schwarz tut beim Lesen aber auch weh 😀 Das erinnert mich ganz stark an die Anfangszeiten von MySpace und den ganzen Gothic-Teenies xD
        Ich bin heute zu müde für einen intensiven Besuch, aber auf den ersten Blick gefällt mir dein Design richtig gut. Da werde ich am Wochenende nochmal vorbeistolpern (wach und mit Kaffee bewaffnet).

        Ich wünsche dir noch einen zauberhaften Abend 🙂

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  8. Ein Beitrag, der mir in vielem aus der Seele spricht. Wenn mir nächstens jemand erzählt, dass er einen Blog eröffnen will, werde ich ihr/ihm deinen Artikel ans Herz legen.
    Schöne Beispiele hast du ausgesucht und den eigenen Blog kann man immer wieder nach solchen Kriterien prüfen.

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  9. Pingback: [Behind the Screens] #10: Schlafen kann ich, wenn ich tot bin | Die Bücherkrähe

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