[Rabennestnews] Das Rabennest muss renoviert werden

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Aus dem Septemberrückblick

In meinem Septemberrückblick hatte ich bereits angedeutet, dass ich einige Veränderungen in meinem Blog plane. Ich liebe meinen Blog, ich liebe das Bloggen. Trotzdem war ich in letzter Zeit, speziell im September, nicht mehr ganz zufrieden.

Wenn der Geist beim Lesen verhungert
Meine Unzufriedenheit hängt zum Teil grundlegend mit meinem Leseverhalten zusammen, das mir zunehmend weniger gefiel. Seit einigen Wochen hangle ich mich von Neuerscheinung zu Neuerscheinung, es kommen so viele tolle neue Bücher auf den Markt, dass ich mir vorkomme wie ein Kind im Süßigkeitenladen – und das all die Sweets und Treats zu Hause vergisst. Ich hatte immer öfter das Gefühl, den Blick für „ältere“ Literatur zu verlieren, einige davon nicht älter als drei Jahre. Außerdem habe ich hier tolle Bücher von McCarthy, Irving und Simmons, von meinen spannenden Sachbüchern ganz zu schweigen. Auch bei den Neuerscheinungen will ich wieder wählerischer werden. Aktuell liegen hier z.B. zwei Bücher, die für den Deutschen Buchpreis nominiert sind, aber ich will nicht mehr jedem Buch hinterherspringen, dass auch nur ansatzweise in mein Beuteschema passen könnte.
Gleichzeitig habe ich diesen Monat zwei YA-Fantasy-Romane abgebrochen, zwei weitere Jugendromane waren nur mittelmäßig. Storytelling, Charaktere, Tempo, Story an sich, nichts sagte mir zu, alles erschien mir zu seicht, strukturlos, sinnlos. Ich hatte das Gefühl, beim Lesen zu verhungern, und das in einem meiner Lieblingsgenres.

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Mein Lesestapel für das lange Wochenende

Auf der anderen Seite lese ich gerade The Nightingale von Kristin Hannah, das derzeit auf den Buchblogs und in den Leseforen einschlägt wie eine Bombe. Auf den ersten Seiten war ich noch irritiert von den wunderschönen, aber auch ausgiebigen Beschreibungen von Umgebung, Gefühlen, Handlungen. Aber spätestens in einer Szene noch relativ am Anfang des Buches verstand ich, warum. Ich hatte ein anderes Gefühl für die Charaktere bekommen, obwohl ich sie erst ein paar Seiten kannte, konnte ich die Verzweiflung bei der Trennung in dieser Szene spüren. In dem Moment habe ich auch verstanden, was gute Literatur ausmachen kann. Das soll weder Young Adult noch Jugendfantasy oder Fantasy im Allgemeinen diskreditieren. Ich erinnere mich an Wédora von Markus Heitz, das ich jüngst gelesen, quasi inhaliert habe. Aber auch Heitz hat mir die Welt und Umgebung, in der alles spielt, sehr viel näher gebracht als Derek Landy in Demon Road, eins der Büches, das ich abgebrochen habe.
Lange Rede, kurzer Sinn: ich möchte in den nächsten Wochen meinen Fokus darauf legen, nicht nur die „leichte Kost“ auf meinem Lesestapel zu haben. Man kann sich nun mal nicht nur von Schokolade ernähren.

Was bedeutet das für den Blog?
Vieles bleibt wie bisher. Ich liebe die regelmäßigen Beiträge zum Top Ten Thursday und Behind the Screens, und es wird weiterhin Rezensionen geben. Allerdings möchte ich wieder regelmäßig Blogspecials machen, vielleicht auch mal mit jemandem zusammen über zwei Blogs verteilt. Im April hatte ich bereits ein Special zu Laury Penny, im Mai zu Depressionen, ein nächstes ist derzeit in Vorbereitung.
Vor allem aber möchte ich meinen Fokus wieder auf etwas legen, das mich ursprünglich mit bewogen hat, diesen Blog überhaupt zu gründen: ich will über Bücher reden. Nicht nur in Rezensionen, sondern auch allgemein in Artikeln. Ich möchte, dass mein Blog wieder aus mehr besteht als nur aus Buchbesprechungen und dem üblichen Monatsrückblick. Sicher, im September gab es die Aktion Buchpassion und ich habe vom Harbour Front berichtet, was eine willkommene Abwechslung für den Blog war. Aber was mache ich, wenn es mal einen Monat ohne Lesung, Events, Aktionen gibt? Das Bücherleben ist zu vielfältig und zu aufregend um es im Blog nur auf Rezensionen zu degradieren.

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Rdaktionsplan in the Making

Darüber hinaus soll und wird sich auch grafisch etwas tun, um den Blog etwas einheitlicher zu gestalten. Das wird noch einen Augenblick dauern, weil ich mir dafür noch ein Konzept überlegen und es dann umsetzen möchte (meine Photoshop-Fähigkeiten sind inzwischen etwas eingerostet…), bis Mitte November möchte ich es aber umgesetzt haben.
Ich arbeite seit einiger Zeit mit einem Redaktionsplan, den ich spontan zwar gerne über den Haufen werfe, trotzdem aber beibehalten werde. Er hilft mir, den Überblick zu behalten und kommende Löcher zu entdecken. Dennoch habe ich in den letzten Wochen gemerkt, dass ich bei manchen Dingen einfach noch zu unstrukturiert bin. Speziell denke ich hier an Fotos. Vor allem mein Instagram-Account musste in letzter Zeit unter Vernachlässigung leiden, und dafür, dass er ebenso wie Twitter quasi der verlängerte Arm meines Blogs ist, will ich das wieder ändern.

Die Änderungen und Verbesserungen im Überblick
Gehaltvoller lesen
Refokussierung auf Artikel und Blogspecials
Neue Grafiken
Mehr Struktur in der Planung

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8 Gedanken zu “[Rabennestnews] Das Rabennest muss renoviert werden

  1. Liebe Mareike
    Deine Unlust kann ich gut nachvollziehen. Ich finde es super, wenn du die Dinge ämderst so wie du sie haben möchtest.
    Ich merkte auch in letzter Zeit, wie Jugendbücher vermehrt meine Erwartungen nicht mehr standhalten können, also probiere ich jetzt auch andere Genres aus wie Fantasy, Biografien oder Klassiker. Mal schauen, ob das was wird 😀
    Viele Grüsse
    Julia

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    • Ahoi Julia!
      Ich bekomme das bei dir ja über Twitter mit. Alle anderen feiern dir Bücher ab, deins sind sie nicht so. Hatte ich auch schon sehr, sehr oft. Welche Biografien liest du? Und gerade bei Fantasy gibt es richtig tolle Bücher und Serien, die einen in ihren Bann ziehen können!

      Cheerio
      Mareike

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  2. Ich kann dich sehr gut verstehen. Hatte aus den gleichen Gründen auch eine lange Zeit den Blog liegen gelassen und erst vor kurzem wieder aus der Versenkung geholt. Und auch gerade jetzt wieder muss ich mich zum Lesen zwingen, weil ich einige grausame Fehlkäufe dazwischen hatte, die mir den Spaß an der Sache nehmen. Das neue Buch von Kristin Hannah will auch auch unbedingt noch lesen. Ich mochte ihre Bücher, die ich bislang gelesen habe, wirklich sehr.

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