[Film] Die Straße (2009)

Quelle: Wikipedia

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Titel: Die Straße
Originaltitel: The Road
Literaturvorlage: Die Straße von Cormac McCarthy
Regisseur: John Hillcoat
Jahr: 2009
Schauspieler: Viggo Mortensen, Charlize Theron, Kodi Smit-McPhee
Wertung: 3/5

Ein Vater wandert mit seinem Sohn durch ein postapokalyptisches Nordamerika gen Süden. Es gibt keine Tiere mehr, keine lebende Pflanze, die Sonne ist dauerhaft nicht sichtbar. Die Umgebung ist grau und trist wie die Gegenwart und die Zukunft. In dieser unwirtlichen Welt sind nicht nur die dauerhaft mangelnde Nahrung und ein halbwegs warmer, trockener Unterschlupf ein Problem. Am gefährlichsten sind die wenigen anderen Menschen, denen man über den Weg läuft, denn die meisten sind inzwischen zu Kannibalismus übergegangen.

Der Film fängt die graue, trostlose Stimmung des Buches perfekt ein. Das Leben der Menschen ist trist und hoffnungslos, und auch der Vater (Viggo Mortensen) erzählt dem Sohn (Kodi Smit-McPhee) nur vom Süden, um diesen Hoffnung zu geben. Er selbst vermutet bereits, dass es aussichtslos ist, zumal er krank ist. Aber was sonst kann man tun in einer Welt, in der es keine Farben gibt außer der des Blutes?
Im Gegensatz zum Buch braucht der Film etwas Zeit um in die Gänge zu kommen und hat anfangs einige Längen. Mit der Zeit nimmt er aber Fahrt auf und es gibt einige spannende Szenen. Außerdem bleibt der Film nahe an der Vorlage McCarthys. Nur eine Szene wird durch eine andere, nicht weniger verstörende ersetzt, was aber weder Story noch Stimmung stört, eher im Gegenteil. Sie unterstreicht die Gefahr durch andere Menschen und tiefe Angst des Vaters vor ihnen.
Im Buch ist der Sohn einfach nur unschuldig, er soll der Inbegriff des Guten darstellen. Im Film hingegen ist der naiv und streckenweise einfach dumm. Er ist in dieser Welt aufgewachsen, er sollte wissen, dass manche Handlungen gefährlich sein können. Unter’m Strich ging mir der Kleine einfach nur tierisch auf den Keks.

Die Straße setzt die Romanvorlage gekonnt und nahezu originalgetreu um. Trotzdem litt der Charakter des Jungen unter der Umsetzung. Außerdem denke ich, dass die Story als Buch besser funktioniert, weil es nur sehr wenig Interaktion mit anderen Charakteren gibt.

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