Cormac McCarthy – Ein Kind Gottes

wp-1459592778691.jpgTitel: Ein Kind Gottes
Autor: Cormac McCarthy
Verlag: Rowohlt
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-499-26799-4

Lester Ballard ist keine Schönheit und ein Einzelgänger. Als sein Haus zwangsversteigert wird, zieht er in eine baufällige Hütte, in der er von nun an zurückgezogen haust. Zwar geht Ballard ab und zu unter Menschen, hauptsächlich um selbstgebrannten Whisky zu trinken und junge Frauen zu begaffen, aber hauptsächlich treibt er sich im Wald herum. Eines Tages findet er ein totes Pärchen in einem Auto. Nach langem hin und her nimmt der die Leiche der Frau mit in seine Hütte und behält sie.
Während die Zwangsversteigerung seines Hauses den Anfang des sozialen Niedergang Ballards markiert, ist die Tote der Grundstein für sein Dasein als Serienmörder und Nekrophiler.
Eines Nachts brennt Ballards Hütte ab, er zieht sich endgültig in die Berge zurück und wohnt fortan in den Höhlen.

Die Story brauchte sehr lange, um in Gang zu kommen, sie schleppt sich unendlich hin. Bei manchen Kapiteln habe ich nicht verstanden, was sie zur Gesamthandlung beitragen sollten, ich fand sie tatsächlich überflüssig. Die Sprache allerdings ist typisch McCarthy mit dem völligen Verzicht auf Anführungszeichen, obwohl es direkte Rede gibt. Außerdem zeichnen die Beschreibungen der Natur, besonders in den Bergen, ein wunderschönes Bild vor dem inneren Auge, das dann jedoch von Ballards Aussehen, Charakter und Verhalten jedoch stark kontrastiert wird.

Ich habe ewig für diese nicht einmal 200 Seiten gebraucht. Auf den letzten 50 Seiten wurde es zwar spannend, allerdings wird dieses Buch nicht mein liebstes Werk von McCarthy werden.

2/5

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