Das war 2012

Überall schreien Lichterketten, Weihnachtsmänner mit Glocke und Sack in der Hand und Weihnachtsmärkte mit überteuertem Tütenglühwein einem entgegen: „Ey! Bald ist Weihnachten“ und damit auch kurz darauf das Ende des Jahres. Zeit für einen Rückblick.

Im Vergleich zu 2011 habe ich sehr viel mehr gelesen und bin, so glaube ich, auf einem guten Weg zurück zu meinem alten Level. Um die 40 Bücher habe ich gelesen, an manche kann ich mich nicht mehr erinnern, weil ich vergessen habe, sie auf die Liste zu setzen, doch dann waren sie wohl auch kaum der Rede wert. Trotzdem gibt es eine Fülle an Büchern, aus denen ich den Rückblick schustern kann, auch wenn ich hoffe, dass er nächstes Jahr ergiebiger wird.

Was war das Buch des Jahres?
Am Überraschendsten war die Die Gilde der Magier-Serie von Trudi Canavan. Nachdem das Buch beinahe fünf Jahre im Regal vor sich hinstaubte, zog es mich so in den Bann, dass ich nach einer durchgelesenen Nacht auf einem Sonntag zum Bahnhof fuhr, um weiterlesen zu können.

Außerdem hat mich Habibi von Craig Thompson unglaublich geflasht. Ich liebe dieses Buch, und der Titel meiner Rezension (die erst diesen Monat kam, obwohl ich es im Sommer gelesen habe) ist absolut ernst gemeint: dieses Werk ist ein Schatz!

Und da aller guten Dinge drei sind, darf The Night Circus von Erin Morgenstern hier nicht fehlen, das sich nicht auf die Liste geschlichen hat sondern förmlich raufgesprungen ist.


Das enttäuschendste Buch des Jahres

Hush, Hush und 50 Shades of Grey bewegen sich beide auf dem gleichen unterirdischen literarischen Niveau. Flache Stories, noch flachere Charaktere, 50 Shades of Grey jenseits von jeglicher Realität…Die Rezension zu Hush, hush kann man hier nochmal lesen, für 50 Shades of Grey ist mir meine Zeit dann einfach zu schade.

Die größte Zeitverschwendung
Zeitverschwendungen nenne ich solche Bücher, die mich derartig anöden, dass ich sie nicht beende. Da gibt es gleich zwei:

Me and Mr Darcy von Alexandra Potter, das soviel Tiefgang hat wie eine Luftmatratze auf einem Teich, und Stieg Larssons Verblendung. Letzteres ist vielleicht besonders traurig, weil meine Erwartungen durch Empfehlungen und Rezensionen so unglaublich hoch waren, dass sie vielleicht nicht getroffen werden konnten, aber dennoch keinen Boden für eine derartige Enttäuschung und vor allem Langeweile boten. Manche Bücher nehme ich ja Jahre später nochmal in die Hand und gebe ihnen eine zweite Chance. Stieg Larssons Verblendung ist auf meinen Bücherfriedhof bzw. in meiner Kiste von aussortierten Büchern gelandet und hat bereits ein neues Zuhause gefunden.


Bei welchem Buch hast du am meisten gelernt?

Ziemlich stumpf bei Virtue and the making of Liberalism von Peter Berkowitz. Ich habe zusammen mit meiner Chefin im Sommer eine Art privates Seminar zur politischen Theorie, vor allem Individualismus und Liberalismus, gemacht, in dem wir beide Bücher gelesen und sie dann besprochen haben. Berkowitz hat z.B. die Ansätze von Hobbes und Locke so ausführlich aber dennoch für normale Menschen verständlich ausgeführt, dass ich seitdem tatsächlich eine fundierte Grundlage habe, um mit diesen beiden Philosophen diskutieren und  argumentieren zu können. Als Ergänzung dazu hatte sich Post-Liberalism von John Gray empfohlen. Nun muss ich aber auch gestehen, dass mir die Besprechungen ungemein geholfen haben und  meine Chefin einen großen Anteil daran hat, mir die wichtigsten politischen Theoretiker näher gebracht zu haben.

Welches Buch aus deiner Leseliste diesen Jahres empfiehlst du weiter?
Uh, das ist schwer. Natürlich die drei aus der Sparte „Beste Bücher“:
Die Gilde der schwarzen Magier
Habibi
The Night Circus

Aber auch The Hunger Games von Suzanne Collins sollte man umbedingt gelesen haben!

*****

So denn, das war 2012, kurz und knapp zusammengefasst. Mein Fünferstabel für Dezember ist dank Krankheit bereits auf drei zusammengeschrumpft, die Liste für mein Buchprojekt ist beinahe abgeschlossen und die ersten Bücher bereits bestellt.
Es kann losgehen.
2013, here I come.

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