„We lead strange lives, chasing our dreams from place to place“

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„The Circus arrives without Warning“

So startet The Night Circus von Erin Morgenstern. Und von diesem simplen Satz an zog mich das Buch, das ein Traum auf Papier ist, in seinen Bann. Obwohl Celia und Marco, zwei junge Magier, die gegeneinander in einem Wettkampf gegeneinander antreten sollen, die Hauptfiguren der Handlung sind, so ist doch die Arena dafür der eigentliche Hauptakteur der Geschichte: Le Cirque des Rêves.

Ein Zirkus, wie kein anderer.
Nur schwarz und weiß, keine Farben.
Nicht mit einem Zelt, sondern mit unzähligen,
die durch verschnörkelte Wege miteinander verbunden sind,
und in denen Attraktionen zu sehen sind, von denen man nicht zu träumen wagt.
Man findet nicht jedes, man übersieht viele,
und oft kehrt man in ein Zelt immer wieder zurück.
In der Mitte des Zirkusplatzes steht ein helles Feuer,
darum herum gibt es die leckersten Köstlichkeiten, die man sich vorstellen kann.
Überall duftet es nach Karamel
und heißem Apfelsaft
und nach etwas, das man nicht richtig greifen kann.

Die Beschreibungen des Zirkus sind in der Tat wie aus einem Traum, und jedes Mal, wenn ich das Buch aus der Hand legen und den Zirkus quasi verlassen musste, war ich etwas traurig.

An eine Sache musste ich mich allerdings gewöhnen: Die Sprünge zwischen den Zeitebenen. Ein Kapitel spielt bspw. Januar 1882, das nächste Kapitel November 1880, das danach im April 1882. Das ist zuweilen verwirrend, und grade am Schluss bin ich noch einmal durcheinander gekommen, auch wenn es sich schnell wieder geregelt hat. Auf der anderen Seite passt das alles zu Beschreibungen der Schnörkel im Zirkus.
Während des Lesens hatte ich immer wieder zwei Sachen im Kopf. Zum einen, wie sehr dieses Buch für mich ein Winterbuch ist, denn auch wenn es zu jeder Jahreszeit spielt, verbinde ich mit dem Zirkus immer auch Schnee, einen dicken Schal und heißen Apfelsaft. Zum anderen hatte ich immer wieder Filme von Tim Burton im Kopf, eben mit Schnörkeln und düsterer Atmosphäre, aber auch ebenso liebevoll und spannend zu erleben.

Dieses Buch hat mich unglaublich geflasht, und ich habe einige Seiten markiert, von denen ich überlege, sie zu malen. Seien zwei der stillen Figuren, die sich kaum merklich bewegen, oder die Schlangenfrau mit ihrem Tattoo, die Zelte an sich oder den Kessel, in dem das Feuer brennt. Manche der Figuren, die Reveurs (Träumer), tragen eine kunstvoll gefertigte Uhr mit sich oder etwas anderes, dass sie immer an den Zirkus erinnert. Ich will auch sowas, und ich werde mir sowas basteln.

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Ein Gedanke zu “„We lead strange lives, chasing our dreams from place to place“

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